Heilandskirche

 

 

 

Bauen sie mit uns an der Himmelstreppe im WESTKREUZ!

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Mit dem Stadtteilzentrum Westkreuz in der Heilandskirche entsteht ein besonderer Ort für Begegnung, Bildung, Beratung und Kultur. Eine Kirche öffnet sich für alle Menschen und lebt durch die Ihre Kreativität und Unterstützung. Durch den Einbau einer Zwischendecke im Jahr 1981 eröffnet sich heute der Umbau der unteren Etage zu einer Begegnungsstätte für Sie. Die Gesamtkosten betragen 1.164.000,- Euro. Wir benötigen zur Absicherung des Projektes noch 340.000,- Euro. Ein Baustein davon ist die Himmelstreppe.

Jede Spende hilft!

Wir bitten Sie um Ihre Unterstützung, damit Anfang 2022 für Sie die Türen des Stadtteilzentrums Westkreuz weit offenstehen.[nbspFür Spenden ab 200,- Euro werden ihre Schritte sichtbar gemacht. Ab 1.000,- Euro wird ihr Name / Firma, in Abstimmung mit Ihnen, in der Heilandskirche veröffentlicht. Mit einer Spende von 5.000,- Euro erwerben Sie eine Stufe unserer Himmelstreppe, die das Unterdeck mit dem Kirchenschiff verbindet.
Eine Spendenbescheinigung wird Ihnen selbstverständlich zugestellt. 
 

Bankverbindung:

Ev.-Luth. Kirchenbezirk Leipzig
Bank für Kirche und Diakonie (KD-Bank) 
IBAN: DE71 3506 0190 1620 4790 78
BIC: GENO DE D1 DKD

Kennwort: Stadtteilzentrum Himmelstreppe RT 1917

Sie können das WESTKREUZ auch über die Spendenplattform betterplace unter https://www.betterplace.org/de/projects/60001-eine-himmelstreppe-fuer-die-heilandskirche?utm_source=project_widget&utm_medium=project_60001&utm_campaign=widget unterstützen.

Die Kirche ist Teil des pulsierenden Lebens in Leipzig. Mit dem Stadtteilzentrum Westkreuz stärken wir die Zivilgesellschaft.

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Öffnungszeiten des Gemeindebüros

Das Büro ist Dienstags von 9-11 Uhr und am Mittwoch von 15-18 Uhr wieder für Sie geöffnet. Gern kann unter 0341-4801939 ein Termin vereinbart werden.
Pfarrer Martin Staemmler-Michael ist unter 0170-589 56 26 zu erreichen.
Sie erreichen uns auch per Mail: info@kirche-lindenau-plagwitz.de

GEMEINSAM HELFEN!

Wir sehen die Bilder aus der Ukraine von Gewalt, Leid und Flucht und wollen helfen.
Unterstützen Sie gemeinsam mit uns die humanitäre Hilfe in der Ukraine durch Ihre Spende an die Diakonie
 
Katastrophenhilfe:
IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02
Evangelische Bank (BIC: GENODEF1EK1)
Stichwort: Ukraine Krise
 
Weitere Informationen unter:

Iman Haki in Bethanien

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Pfingsttreffen in der Bauhütte - Wir feiern Halbzeit!

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Pfingsttreffen in der Bauhütte - Wir feiern Halbzeit - Informationen zum Baugeschehen rund um das Stadtteilzentrum Westkreuz mit öffentlicher Baustellenführung -
Das Westkreuz lädt zur Halbzeit der Umbauarbeiten des Stadtteilzentrums zum „Pfingsttreffen in der Bauhütte“ ein. Zu Informationen rund und um das Baugeschehen und das Stadtteilzentrum Westkreuz, wird es eine öffentliche Führung mit den Architekten und Personen des Kirchenvorstandes der Kirchgemeinde vom Ausschuss Bau und Finanzen über die Baustelle geben. Den Besuchern stehen im Anschluss die Verantwortlichen des Projektes gern Rede und Antwort. Ein Imbiss sowie Live-Musik sorgen für den lockeren Charakter der Veranstaltung und laden zum bleiben ein. 
 
Der Eintritt ist frei!
 
 
 
 
 
 

Taizè Gebet in Tabor und Bethanien

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Bitte um Unterstützung!

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Wir freuen uns, dass unser erstes Treffen mit UkrainerInnen sehr schön war und der Raum für Gespräche und Kontakte sehr gerne angenommen wird. Wir wollen weiter unseren Beitrag leisten, den Leidtragenden des Krieges zu helfen und uns dabei auch als Kirchgemeinden eng vernetzen, um Kräfte zu bündeln.

Wir danken schon jetzt und grüßen herzlich!

 

 

 

 

 

GLAUBE, LIEBE, HOFFNUNG

GLAUBE, LIEBE, HOFFNUNG - Mit Alumni des Thomanerchores und der Thomasschule Leipzig Leitung: Max Gläser & Julius Sattler

Mit Werken von Bach, Reger, Walton, Tavener u.v.m.
 
21. Mai 2022, 19 Uhr, Michaeliskirche Leipzig*
22. Mai 2022, 17 Uhr, Taborkirche Leipzig

Eintritt frei, um Spenden wird gebeten

* Konzert zugunsten der baulichen Erneuerung der Michaeliskirche

Das Gotteshäuschen am 15.5.22 in Bethanien fällt aus!

Das Gotteshäuschen am 15. Mai 2022 muss krankheitsbedingt leider ausfallen. Dafür laden wir ganz herzlich zu einem Predigtgottesdienst, 10.00 Uhr, mit Pfarrer Haaks und parallel stattfindendem Kindergottesdienst ein.

Wir freuen uns auf Sie und auf Euch!

Leinen los!

Foto: Sea-Watch Org.

Die #SeaWatch4 ist wieder unterwegs in die Such- und Rettungszone im zentralen Mittelmeer. Die #SEAEYE4 befindet sich bereits dort. Damit sind beide #United4Rescue-Bündnisschiffe aktuell auf Rettungs-Mission. 

Gute Fahrt! #gemeinsamretten

 

 

 

Nächste Bautellenführung am So., den 24.04.2022!

Foto: Westkreuz
Wir laden recht herzlich zur nächsten Baustellenführung am 24.04.22 um 14:00 Uhr ein. Eine Voranmeldung ist nicht notwendig und der Eintritt ist frei. 
 
Treffpunkt: Hauptportal Heilandskirche
 
 
 
 

Raumwunder Kirche

Foto: Homepage KIBA

Vier Auszeichnungen beim hoch dotierten Preis der Stiftung KiBa 2022 und wir haben gewonnen! Darüber freuen wir uns riesig!

1. Preis: Stadtteilzentrum Westkreuz
Ev.-Luth. Kirchgemeinde Leipzig-Lindenau-Plagwitz
 
Offen, vielfältig, lebendig – so soll der neue Begegnungsort im Leipziger Westen, das Westkreuz, sein. Die große Gründerzeitkirche bereitete der Gemeinde schon lange Probleme und deshalb wurde vor Jahren bereits eine Zwischendecke auf Höhe der Emporen eingezogen. Entstanden ist ein schöner Kirchraum. Das Untergeschoss – bis dato eher wenig attraktive Archivräume – soll nun geöffnet werden. Hier entstehen helle, moderne Multifunktionsräume, die über eine großzügige, einladende Treppe mit dem Kirchraum verbunden sind.
 
Infos zur Aktion:
Über die Jahrhunderte hinweg sind unsere Kirchen Orte der Andacht und des Gottesdienstes. Als Gemeindezentren und Raumwunder werden sie aber auch zu zentralen Treffpunkten und kulturellen Motoren der gesamten Bürgergemeinschaft.
Der gesellschaftliche Wandel bringt die Herausforderung mit sich, Kirchengebäude flexibler an neue Bedürfnisse anzupassen. 2022 zeichnet die Stiftung KiBa vier Gemeinden aus, die hier mutig voranschreiten und neue Formen sozialer Nachbarschaft von Kirche und Kommune leben und ihre Gotteshäuser damit als Heimatorte erhalten.

Baustellentagebuch Teil 7

Genau hinsehen

Während, wir planen und verantwortungsvoll Spenden und Fördermittel einsetzen, ist der Umbau im vollen Gange.
Wer sich ein Bild davon machen möchte, ist herzlich zu den Baustellenführungen an jedem letzten Sonntag im Monat um 14 Uhr eingeladen. Zurzeit werden Fundamente und Unterzüge für die Himmelstreppe gegossen. Gruben werden gegraben, um den Aufzug sicher einzubauen. Transparente Glaswände und die komplette Elektrik sind in Auftrag gegeben. Wir haben über das Material der Fußböden entschieden. So geht es in guter Absprache zwischen den Architekten und dem Kirchenvorstand Schritt für Schritt weiter.
Es ist wirklich ein Wunder, dass wir diesen Kirchraum und die gesamte Kirche aus der Vergessenheit zurückholen durften. Dies ist uns nicht zuletzt durch Ihre Unterstützung gelungen. Allen, die uns unterstützen, sagen wir herzliche Danke.
Mit großer Freude werden wir im September in Köln den 1. Preis der Stiftung Kiba (Kirchenbau) entgegennehmen, den wir in diesen Tagen gewonnen haben. Die Preisverleihung steht unter dem Motto „Raumwunder Kirche“. Die Vorfreude ist jetzt schon riesig und zeigt, dass wir auf einen guten Weg sind.
 
Wir wünschen allen eine gesegnete Osterzeit
 
Weitere Bilder auf unserer Facebook-Seite: https://www.facebook.com/STZ.Westkreuz

LETZTE WORTE

„LETZTE WORTE“ - Die 7 Worte Jesu am Kreuz in Vertonungen alter und neue Meister -
Mit:
Katharina Audersch, Lesungen
Constanze Hirsch, Gesang
KMD Stephan Paul Audersch, Orgel
Der Eintritt ist frei
 
 
 
 
 
 

Offen für alle(s)?

Das Thema der diesjährigen Reihe lautet "Offen für alle(s)?".
Seit dem Zeitalter der Aufklärung verstehen sich westliche Gesellschaften zunehmend als "offene Gesellschaften" und auch die Kirchen, die sich bewusst als Teil dieser Gesellschaft sehen, bemühen sich dialogbereit und integrierend - eben offen - aufzutreten. Doch sowohl in der biblischen Überlieferung als auch in der Kirchengeschichte und in der Gegenwart begegnen uns immer wieder Phänomene der Ab- und Ausgrenzung, wie etwa Diskriminierung aufgrund der Zugehörigkeit zu einem bestimmten Geschlecht, einer Ethnie oder Religionsgemeinschaft oder aber das Verabsolutieren der eigenen Meinung bis hin zur Wissenschaftsfeindlichkeit oder dem Glauben an Verschwörungserzählungen. In unserer neuen Reihe wollen wir der Frage nachgehen, wie offen unsere Kirche eigentlich war und ist und welchen Platz sie in einer offenen Gesellschaft einnehmen kann.
Der erste Abend der Reihe am 25. April, 19.30 Uhr in der Taborkirche wird von Nicole Oesterreich gehalten und sich unter biblisch-theologischer Perspektive mit dem Thema "Antisemitismus im Neuen Testament?" befassen.
 
 
 

Місце зустрічі: Бетаніанська церква "Зустріч створює згуртованість" / Treffpunkt Bethanienkirche: Begegnung schafft Zusammenhalt!

Місце зустрічі: Бетаніанська церква "Зустріч створює згуртованість"
Бетаніанська церква щовівторка відкриває свої двері, щоб українці могли зустрітися, поспілкуватися та обмінятися думками за кавою та тортом.
Ми також раді вітати жителів Лейпцига!
Адреса: Stieglitzstraße 42, 04229 Leipzig Час: щовівторка 15:00 - 18:00
 
Treffpunkt Bethanienkirche: Begegnung schafft Zusammenhalt!
Die Bethanienkirche öffnet jeden Dienstag ihre Türen, damit sich ukrainische Menschen bei Kaffee und Kuchen begegnen, miteinander reden und austauschen können. Leipziger sind auch herzlich willkommen!
Wo: Stieglitzstraße 42, 04229 Leipzig Wann: Dienstags 15 - 18 Uhr
 
 

Es wird weiter dringend Hilfe benötigt!

Foto: Homepage St. Trinitatis
Daher möchten wir auf die Spenden- und Hilfsaktionen für geflüchtete Menschen aus der Ukraine UA der Propsteigemeinde St. Trinitatis Leipzig hinweisen und bitten, diese zu unterstützen. Ob Geldspende, Sachspende/Lebensmittelspende oder aktiv als Helfer*innen vor Ort in St. Trinitatis.
 
Dazu finden Sie hier weiterführende Informationen:

Musikalisches zum Mitmachen und Lauschen

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Ein 30-minütiges Angebot für ukrainische Kinder im Alter von 4 bis 7 Jahren und ihre erwachsene Begleitung.
Gastgebende Familien sind ebenso herzlich Willkommen.
 
Termin: Samstag, 9. April 2022
10:00 Uhr | 10:50 Uhr | 11:45 Uhr
 
Ort: Musikschule Leipzig „J. S. Bach“ Kurt-Masur-Saal
Petersstraße 43, 04109 Leipzig
 
Das Angebot ist kostenlos.
 
 
 
 

TIPP!

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Bautagebuch Teil 6

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Licht scheint in die Finsternis
Es ist jetzt ein beeindruckendes Erlebnis, wenn das Licht aus der Höhe durch die Kirchenfenster in das zukünftige Foyer scheint. Dort, wo Mauern jegliches Tageslicht versperrten, stehen wir jetzt in einem lichtdurchfluteten Raum. Es ist der Ort, an dem die Himmelstreppe aufgerichtet wird. Alle Besucher*innen, die diese Treppe am Tag betreten, werden im Licht stehen. Und am Abend wird sanftes Licht den Weg in das Oberdeck weisen. Die technische Herausforderung wird im Aufbau der Treppe liegen. Die Bodenplatte ist gegossen und Baufreiheit ist in einem der Wendelsteintürme gegeben, sodass der Aufzug eingebaut werden kann. Weiterhin planen wir im Oberdeck die Gewölbe zu sichern und zu entsalzen. Das Außengelände wollen wir als Ort des Verweilens gestalten. Wir befinden uns auf dem Weg und erkennen, was es für eine gewaltige Aufgabe für eine Gemeinde ist, eine Kirche neu für die Menschen zu erschließen. Wir freuen uns, wenn Sie uns durch Rückmeldungen oder Spenden Mut machen. 

Weitere Bilder auf unserer Facebook-Seite: https://www.facebook.com/STZ.Westkreuz

"Geko Festival" erst wieder 2023!

Foto: Felix Meyer by D. Puchta
Aufgrund der in diesem Jahr stattfindenden Baumaßnahmen in der Heilandskirche,
findet die nächste Ausgabe des nbsp]Geko Festivals erst wieder 2023 statt.
 
 
 
 
 

"Alternativer Adventsmarkt" erst wieder 2023!

Foto: O. Brinkel
Aufgrund der in diesem Jahr stattfindenden Baumaßnahmen in der Heilandskirche,
findet die nächste Ausgabe des "Alternativen Adventsmarktes" erst wieder 2023 statt.
 
 
 
 
 

Johann Sebastian Bachs "Johannes-Passion" in Bethanien

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Johann Sebastian Bachs "Johannes-Passion" am 1. April 2022 um 19.30 Uhr in der Bethanienkirche! Mit Concerto Vocale Leipzig, dem Sächsischen Barockorchester und Gotthold Schwarz.

 

 

 

 

 

 

Abendmahl für Kinder/Vorbereitung und Festgottesdienst

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Herzliche Einladung an alle getauften Kinder (1.-4. Klasse) mit Ihren Eltern und Paten sich auf die

Teilnahme am Abendmahl vorzubereiten.
Bei Interesse bitte bis 3. April in den Pfarrämtern Bescheid geben.

 

 

 

 

 

Unser Hausmeister sucht eine*n Kolleg*in (w/m/d)!

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Die Bethanienkirchgemeinde sucht ab sofort eine*n neue*n Hausmeister*in (w/m/d).

Die Arbeit geschieht im Team mit einem Kollegen und mit den Ehrenamtlichen im Bauausschuss.

 

 

 

 

 

 

Vorstellungsgottesdienst!

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Vorstellungsgottesdienst der Konfirmandinnen und Konfirmanden in Bethanien

am Sonntag, den 20. März 2022 um 11 Uhr.

Dazu wird recht herzlich eingeladen.

 

 

Bautagebuch Teil 5

Foto: Westkreuz
Baufreiheit mit Herz und Verstand
 
Seit über zwei Monaten finden in der Kirche Abbrucharbeiten statt. Wände sind eingerissen. Der Blick ist frei und wir können von der Eingangshalle jetzt wieder bis in den ehemaligen Altarraum sehen. Der alte Raum breitet sich vor uns aus. Wo früher die vielen Kirchenbänke standen, sehen wir jetzt Sand, Erde und Kies. Der Betonfußboden aus den 80iger Jahren ist entfernt. Der Grund ist befestigt und wir beginnen mit dem Einbau der neuen Bodenplatte und setzen die Fundamente für die Himmelstreppe.
Aufträge für den Aufzug, die Elektrik und den Heizungseinbau wurden vergeben. Wir sind im Zeitplan!
Bei den Planungen sind wir in einem guten Gespräch zwischen Vertretern des Kirchenvorstandes, den Architekten und den Firmen. Änderungen im Fortgang werden abgestimmt und alle haben das Ziel vor Augen, dass wir hier für die Menschen im Stadtteil und für alle, die zu uns kommen, einen Ort der Begegnung, Kultur und des Glaubens schaffen. Gehen Sie mit uns, wenn wir mit dem Stadtteilzentrum Westkreuz Räume des Friedens und der Lebensfreude schaffen.
 

MittWort - 9. März 2022

Eigentlich wollte ich über unser Familien-Hobby, der gemeinsamen Zeit bei Brett- und Kartenspielen, schreiben. Wir sind bestens mit Spielen ausgestattet, das Haus ist gut gefüllt damit. Alle Familienmitglieder von Groß bis Klein, Freunde und gute Bekannte freuen sich auf Spiele-Nachmittage und -Abende und fordern sie im positiven Sinne ein.

Doch die aktuelle Situation – der unsägliche Krieg, der plötzlich so nah bei uns ist – scheint mir zu verbieten, über den geselligen Zeitvertreib zu schreiben.

Allerdings fallen mir sofort Parallelen auf. Brett- und Kartenspiele sind meist so angelegt, dass es einen Gewinner und einen Verlierer gibt. Eventuelle zweite, dritte und weitere Plätze  haben meist nicht so eine Bedeutung. Man kann ein guter Verlierer, aber auch ziemlich emotional aufgeladen sein. Sogar als Gewinner ist man nicht immer glücklich. Wenn z.B. der Gewinn zu einfach war oder die Mitspieler unkonzentriert, so dass man eigentlich nur Glück hatte. Als Gewinner will man etwas geleistet haben. 

Es gibt Spiele, bei denen alle gemeinsam, sozusagen gegen das Spiel, spielen, also als Gruppe gewinnen wollen. Da muss man z.B. ein fast unerreichbares Ziel meistern, es gibt viele Hürden und man einigt sich im Team, wie man diese am geschicktesten mit den gegebenen Mitteln umgehen kann. Man ist dabei intensiv im Gespräch. Es gibt auch die Art von Spiel, bei der man gegen einen „Feind“ kämpft und gemeinsam schaut, wie man diesen „besiegt“. Oft gibt es bei diesen Spielvarianten eine vorgegebene Zeit, in der man fertig sein muss, man steht also unter Zeitdruck. Eigentlich mochte ich diese Art von gemeinsamem Gewinnen bisher weniger. Beim Streben nach dem eigenen Gewinn fühlte ich mich mehr gefordert und nicht so „eingebettet“ in einer Gruppe. Aber am Ende macht es doch auch Spaß, so kooperativ zu agieren – und Jeder ist dabei wichtig. Jeder hat seine speziellen Aufgaben, seine ihm gegebenen Mittel, seine Stärken.

Und genau darin sehe ich eben diese Parallele, auch wenn der Krieg wirklich und wahrhaftig kein Spaß, sondern bitterer Ernst ist, und erst recht kein Spiel. 

Gemeinsam müssen wir den Frieden anstreben mit all unseren verschiedenen Stärken und gegebenen Mitteln, und alles dafür tun, um die „Hürden“ im gemeinsamen Gespräch und mit entsprechenden Aktionen zu überwinden. 

Gemeinsam müssen wir die Wege finden, um das Ziel zu erreichen – also den Krieg schnellstens zu beenden. Es kann keinen alleinigen Sieger geben, alle anderen sind dann Verlierer. 

Gemeinsam sollten wir uns die Hände reichen können und für das von uns angestrebte erreichte Ziel danken.

Gemeinsam sollten wir die Hände falten und Gott um Hilfe, Kraft und Stärke bitten: 

„Verleih uns Frieden gnädiglich, Herr Gott zu unsern Zeiten“

 Baberina Müller

Friedensgebete!

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Friedensgebete in oder vor der Bethanienkirche am Do., den 10.03.2022. und 17.03.2022.

 

 

 

 

Schwerter zu Pflugscharen - Jewgeni Wutschetitsch - Geschenk der Sowjetunion an die UNO - 1959

Schwerter zu Pflugscharen - Jewgeni Wutschetitsch - Geschenk der Sowjetunion an die UNO - 1959
„Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen machen und ihre Spieße zu Sicheln. Denn es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen.“ Jesaja 2,4
 
Mitten in einer Welt, die von Krieg geprägt ist, hören die Gemeinden vom Ausweg aus der Gewaltspirale. Hört auf das Kriegshandwerk zu lernen. Lernt Frieden zu schaffen.
Krieg zerstört, tötet, bringt Trauer, Angst, Gewalt und Gefangenschaft. Wir wollen mit Worten und Taten den Weg des Friedens gehen.
 
Die Sehnsucht nach Frieden bleibt unter uns Menschen ungebrochen. Sie ist stärker als Hass, Gewalt und Krieg.
 
Wir sind mit unseren Gedanken und Gebeten bei allen die in der Ukraine leiden und trauern, flüchten und in Angst sind.
 
 

Friedensgebet für die Ukraine

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Bautagebuch Teil 4

Foto: Westkreuz
Ob das gut geht?
 
In den letzten beiden Wochen wurden die Treppe, Wände und der Betonfußboden abgebrochen und entfernt. 
Staub, Schmutz, Schutt prägen das Bild zwischen den Baumaschinen und Handwerkern. Zum Schluss stürzte sogar noch ein Teil der alten Treppe ein und verletzte einen Arbeiter. Diese Treppe lang schon immer quer. Jetzt ist auch ein Teil der oberen Decke entfernt. Die Baufreiheit für die Himmelstreppe ist geschaffen. 
Wer in alte Substanz eingreift, muss immer mit Überraschungen rechnen. Dann heißt es alternative Lösungen finden, die den Grundgedanken eines offenen Hauses am besten noch verstärkt. Da ist eine Wand tragend oder ein alter Schornstein lässt sich nur mit hohen Kosten entfernen. Kapitelle sind fest in den abzureißenden Mauern eingeputzt, dass nur mit großer Sorgfalt gearbeitet werden kann. Die Kosten lassen uns im Blick auf unsere Kasse schon manchmal unruhig werden. Aber wir vertrauen darauf, dass uns Menschen unterstützen und auf unserem Vorhaben Segen liegt.
 
 
Am 27.2. 14:00 Uhr findet die nächste Baustellenführung statt.

Das MittWort - 23. Februar 2022

Eine Frage…
Vor einer Woche lief das MittWort auf eine Frage hinaus. Ob wir „eine Ahnung haben, wo und wie man seinen Glauben schärfen kann“? Wir wurden eingeladen, darauf zu antworten. Auf der Website der Taborkirche gibt es dazu die Möglichkeit. Dort lädt ein Kommentarfeld ein, auf das MittWort eine AntWort zu schreiben.
Doch es war, wie es fast immer ist: Es gab keine AntWort.
Dabei haben wir doch am letzten Sonntag im Gottesdienst vom Wort Gottes, um das es hier geht und das so scharf und lebendig sein soll, gehört: „Es wird nicht wieder leer zu mir zurückkommen.“ (Jes 55,11)
 
Oder ist das eine unberechtigte (um nicht zu sagen: anmaßende) Verknüpfung?
Oder ist es einfach so, dass sich viele nicht trauen, etwas ins Internet zu schreiben, weil ihnen das doch irgendwie nicht so recht geheuer ist?
 
Statt einer AnWort stellen sich also weitere Fragen.
Sie mögen etwas provozierend klingen.
Ja, ich will hier auch (jetzt wollen meine ängstlichen Finger fast automatisch „ein wenig“ schreiben) „provozieren“.
Und das ist auch schon meine persönliche Haupt-AntWort auf die im letzten MittWort gestellte Frage, „wie man seinen Glauben schärfen kann“: Indem man sich provozieren lässt!
 
Dieses Wort hat bei uns einen eindeutig negativen Klang. Eine „Provokation“ - das klingt wie eine Beleidigung, wie ein Angriff, wie der Vorwand oder Beginn zu einem Streit und Krieg.
Aber das Wort bedeutet in seinem ursprünglichen Sinn: „etwas hervorrufen“. Kann und muss das denn immer nur etwas Schlechtes oder Böses sein??
 
„Und Gott sprach: Es werde Licht!“ (1Mose1,3). Das ist die allererste Provokation, die wir - bitte schön! - auch sinnbildlich verstehen dürfen. Nicht auszudenken, wenn statt dessen jemand „Och nö…“ gesagt hätte!
 
Dass die Frage, „wie man seinen Glauben schärfen kann“, überhaupt gestellt wird und gestellt werden muss, weist uns doch wohl darauf hin, wie es heute um unseren Glauben bestellt ist.
Nicht, dass wir keinen Glauben hätten!
Aber behandeln wir ihn nicht sehr oft wie das ererbte Silberbesteck unserer Urgroßeltern? Dieses liegt wohl verwahrt in seinem mit edlem Samt ausgeschlagenen Kästchen. Es ist im Laufe der Zeit schwarz angelaufen, und schneiden lässt sich mit den Messern, wenn man sie wirklich einmal benutzen wollte, meistens nur schlecht.
Und ohne Bild gesprochen? Wir gehen am Sonntag in den Gottesdienst, hören eine Auslegung von Gottes Wort, sagen hinterher „Ja, schön!“ oder auch „Naja…“ Und dann reden wir vor der Kirchentür über alles Andere, aber kaum über das Gehörte und unseren Glauben. Es mag Ausnahmen geben, aber das dürfte wohl die Regel sein.
 
Gehört das, was wir glauben, heute in den menschlichen Intim- und Schambereich?
Ist es ein Tabubruch, darüber außerhalb von kirchlich kanalisierten Kommunikationswegen ein Gespräch zu beginnen? Haben wir Angst, uns damit zu entblößen und bei anderen Befremden auszulösen?
Leiden wir vielleicht an einer Art Vermeidungszwang, der uns schließlich zu der scheinbar entlastenden Gegenfrage verführt: „Ist es denn wirklich so nötig, den guten alten Glauben zu schärfen?“
 
Natürlich muss und soll sich niemand gezwungen fühlen, auf diese Fragen und Provokationen öffentlich im Internet zu antworten, wenn er oder sie sich dabei nicht wohlfühlt. Das wäre eine wirklich unverschämte und ziemlich unbarmherzige Forderung! Aber wenn es ein paar Beherzte gäbe, die eine AntWort wagen würden… Das könnte aus meiner Sicht dazu beitragen, unseren Glauben zu schärfen, und auch eine beispielgebende, befreiende Wirkung haben.
 
Gäbe, würde, könnte?
Ja, warum denn nicht? Hat Glauben nicht auch damit zu tun, über das, was ist, hinauszudenken?
Herzlichst und in Hoffnung grüßt Sie
Ihr Heinz Schneemann
 

Deutlich mehr Geld für Umbau der Leipziger Heilandskirche - LVZ

Foto: LVZ
Der Umbau der Heilandskirche in Leipzig-Plagwitz begann erst mit einigen Monaten Verspätung. Vielleicht war das gar nicht so verkehrt, denn inzwischen ist klar, dass für ein neues Stadtteilzentrum im Erdgeschoss deutlich mehr Geld zur Verfügung stehen wird als erwartet. Was hat die sehr junge Gemeinde nun damit vor?
Leipzig. Es ist ein Wunder, dass die Plagwitzer Heilandskirche überhaupt noch steht. Zu DDR-Zeiten waren die Schäden an dem 1888 geweihten Backsteingebäude so massiv, dass nur ein Trick die weitere Nutzung sichern konnte. In mehreren Metern Höhe wurde eine stabilisierende Zwischendecke in den Kirchensaal eingezogen. Im ersten Stock mit den großen, neogotischen Fenstern traf sich fortan die Gemeinde. Ins eher finstere Erdgeschoss zog 1982 ein Archiv ein, das Hinterlassenschaften von Kirchgemeinden aus vielen Orten Sachsens aufbewahrte, die der Braunkohle weichen mussten.
 
//Verwandlung des Erdgeschosses läuft seit Januar//
Pfarrer Martin Staemmler-Michael erinnerte am Dienstag an diese Historie, um klarzumachen, worum es bei den aktuellen Arbeiten geht. Seit neun Jahren laufe die etappenweise Sanierung des Baudenkmals. Inzwischen sei die Fassade geschafft, wobei das Erdgeschoss 2017 sehr gut passende Bleiglasfenster in das alte Mauerwerk bekam. Das Archiv der Landeskirche sei etwa zeitgleich nach Annaberg umgezogen, schilderte er. Mit einigen Monaten Verspätung konnte nun im Januar die Verwandlung des Erdgeschosses in ein Stadtteilzentrum beginnen.
Seitdem wurden schon etliche Zwischenwände von 1982 entfernt, auch der Fußboden wurde aufgebrochen. In einer Kapelle an der Rudolph-Sack-Straße lagern jetzt geschnitzte Holzbalken. Ebenfalls im vergangenen Monat hatte der Leipziger Stadtrat beschlossen, das Projekt mit rund 500.000 Euro aus Ausgleichsbeiträgen von Sanierungsgebieten zu unterstützen. Diese Summe fließt zusätzlich zu bereits bewilligten Fördermitteln aus dem Programm Stadtumbau Ost, für das die evangelisch-lutherische Kirchgemeinde Lindenau-Plagwitz die Eigenmittel aufbringt.
 
//1,5 Millionen Euro fürs künftige Westkreuz sind gesichert//
Insgesamt 1,5 Millionen Euro sind damit für das künftige Stadtteilzentrum Westkreuz gesichert. Wo aktuell Kleinbagger durch das Erdgeschoss rumoren, sollen am 1. Januar 2023 zwei Veranstaltungssäle, eine Küche, Beratungsräume und eine behindertengerechte Toilette in der früheren Sakristei zur Verfügung stehen. Theater, Konzerte, Foren, Ausstellungen, private Familienfeste – unter dem Kirchendach sei vieles möglich, betonte der Pfarrer. „Es geht hier nicht um Angebote der Gemeinde für die Menschen im Stadtteil, sondern um einen offenen Ort, von dem unsere sehr junge Gemeinde lernen will.“
Auch die Architekturentwürfe des Büros Irlenbusch von Hantelmann sind viel versprechend. So führt künftig gleich hinter dem Eingang an der Weißenfelser Straße eine zweigeteilte „Himmelstreppe“ hinauf ins Obergeschoss, wo ab 2023 wieder Gottesdienste stattfinden. Aktuell nutzt die Gemeinde dafür die Philippuskirche.
 
//Landesregierung unterstützt Vorhaben//
Die jüngste Preisexplosion bei den Bau- und Materialkosten hätte beinahe zu erheblichen Abstrichen bei der Ausstattung des Westkreuzes führen müssen. Doch die Landtagsabgeordnete Claudia Maicher (Grüne) konnte am Dienstag berichten, dass die sächsische Landesregierung soeben eine Unterstützung aus dem sogenannten SED-Vermögen beschlossen hat. „Für den Umbau der Heilandskirche stehen dadurch bis zu 724.000 Euro bereit, worüber ich mich natürlich für den Stadtteil und dieses Nachbarschaftsprojekt sehr freue“, sagte sie.
 
Von Jens Rometsch
 

MittWort - 16. Februar 2022

Schnittig
Bei uns im Besteckkasten ist Beutegut: Ein Messer aus Moritzburg. Ich hatte es mitgenommen, als ich von dort wegzog. Mit diesem Messer verbindet mich eine Geschichte: In Moritzburg lebt man auf dem Campus zusammen. Es gibt gemeinsame Zeiten, gemeinsame Räume und eine gemeinsame Küche. Das Geschirr ist zusammengewürfelt und das Besteck stumpf. Bis zum Tag als der Hausvater (Bernd Grohmann) die Messer schärfen ließ. Vorher waren sie gut, um Butter aufs Brot zu schmieren, jetzt aber schnitten sie wirklich. Das hatte ich so nicht erwartet und dann auch schmerzlich spüren müssen.
In der Lesung für den kommenden Sonntag wird von der Schärfe eines Schwertes gesprochen: „Das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert.“ (Hebr 4,12)
Lebendigkeit, Kraft und Schärfe: Es sind manchmal nicht die ersten Assoziationen, die mir zum Glauben einfallen. Manchmal eignet sich mein Glauben eher dazu, Alltagsbutter aufs Brot zu schmieren.
Aber vielleicht muss auch Glaube von Zeit zu Zeit geschärft werden?! Oder um ein anderes Bild zu gebrauchen, welches ich in einem Buch gefunden habe: „[D]as göttliche Grundwasser wartet in der Tiefe. Und der Brunnen muss immer wieder von Sand und Unrat befreit und bisweilen sogar ganz neu gebohrt werden. Ich spürte, dass ich in Resignation verfallen könnte, wenn ich mich im Oberflächlichen verliere“ (Knapp, A.: Wer alles gibt, hat die Hände frei. S. 38).
 
Es grüßt Sie Ihr
 
Pfarrer Dr. Sebastian Ziera
 
p.s.: Wenn Sie eine Ahnung haben, wo und wie man seinen Glauben schärfen kann, dann lassen Sie es mich wissen und schreiben es in den Kommentar unten.

MittWort – 09. Februar 2022

Foto: privat
„Kommt her und sehet an die Werke Gottes,
der so wunderbar ist in seinem Tun an den Menschenkindern.“
Psalm 66,5
 
Was geht in mir vor, wenn ich diese Zeilen des Wochenspruches lese? Ein sehr zwielichtiges Gefühl.
Zuallererst kann ich es nur bejahen und denke spontan an meine Kinder, meine Enkelkinder. Menschenkinder sind ein Wunder, das erfahre ich immer und immer wieder. Wenn ein Kind geboren wird, kann ich nur an dieses Wunder der Menschwerdung denken. Alles ist „organisiert“ und alles ist nicht wirklich mit unserem menschlichen Verstand begreifbar. Aus Zellen entsteht ein Leben, ein Lebewesen, ein Menschenkind.
Und wenn ich weiter schaue, ist alles da, was wir Menschen brauchen: die Luft zum Atmen, die Natur zum Leben, der Vorrat an Nahrung, die menschliche Gemeinschaft, die Intelligenz, das Leben zu meistern.
Eigentlich könnte ich jetzt meine Gedanken dazu enden lassen – und es wäre gut.
Aber fast gleichzeitig sehe und höre ich die Widersprüche, den Zweifel.
Ist wirklich alles so wunderbar?
Es gibt so viel Leid, so viel gefühlte Ungerechtigkeit, so viel Schmerz, so viel menschliches Versagen, so viel nicht Begreifbares, so viel Verzweiflung, so viel Unvollendetes, so viel Hass, Wut, Gewalt, Böses, so Vieles, was wir als kein wunderbares Tun ansehen.
Ist das auch ein Werk Gottes, welches wir uns ansehen sollen?
Der Beter des Psalm 66 hat ein Danklied für Gottes wunderbare Führung geschrieben. Es ist ein großer, ein wunderbarer ehrfürchtiger Dank. Und doch schreibt er auch, dass Gott uns prüft und läutert, uns Lasten auferlegt, uns untertänig sein und uns in Feuer und Wasser geraten lässt. Aber der Beter lässt sich nicht abbringen von seinem Dank. Er schreibt auch: Kommt her, höret zu, alle, die ihr Gott fürchtet, ich will erzählen, was er an mir getan hat.
Und genau dieser Satz: „was er an mir getan hat“, ist der, der mich den oben stehenden Text bejahen lässt. Die Werke müssen für mich nicht begreifbar sein, meist sind sie es auch wirklich nicht. Aber ich bin da. Ich lebe ein, mein, Leben. Ich sehe, fühle, höre, spüre, begreife das Leben um mich herum. Ich bin glücklich und froh, und ich zweifle und bin mit so vielem nicht einverstanden. Ich fühl mich lebendig und gesund, und ich fühl mich ausgelaugt, krank und matt. Aber es ist so für mich vorgesehen. Ich sollte es annehmen und mein Leben damit aus-füllen.
Dieses „Vorgesehen“, dieses „Wunder“ ist es, was wir uns ansehen sollen.
Und dann können wir auch unseren eigenen Psalm, unser eigenes Danklied anstimmen.
Das Bild hat einer meiner Enkelsöhne von sich selber gemalt, voller eigener Emotionen.
 
Baberina Müller

Gedenken an den 77. Todestag von Georg Jacob Lilienthal

Foto: Gedenkblatt/Westkreuz
Wie jedes Jahr am 5. Februar gedenken wir unseres ehemaligen Gemeindegliedes und Putzpaten Georg Jacob Lilienthal. Sein Todestag jährt sich in diesem Jahr zum 77. mal.
 
Die Geschichte der Heilandskirchgemeinde im Nationalsozialismus lässt uns erkennen, dass die Verantwortlichen mit Ihren Pfarrern im Gleichschritt mit der NSDAP die Werte christlichen Glaubens mit Füßen traten. Kirche hat Schuld auf sich geladen, wenn sie getaufte Gemeindemitglieder, die nach ihrer Herkunft Juden waren, an die Nazis meldete. Die Kirche schützte Menschen nicht, die unter das sogenannten Euthanasie Programm fielen.
Wir versuchen den Spuren der Opfer nachzugehen und stellen fest, dass wir aufgrund dieser Vergangenheit heute eine besondere Verantwortung haben. Es geht uns immer um die Wertschätzung des Lebens.
Wir stehen aus unserer christlichen Haltung für Vielfalt, Toleranz, Respekt und Frieden.
 
Georg Jacob Lilienthal kam der aufgrund schwerster Haft-und Arbeitsbedingungen als Zwangsarbeitleistender und „Sonder-Dienstverpflichteter" bei der nationalsozialistischen "Organisation Todt", kurz vor Kriegsende am 5. Februar 1945 in Osterode im Harz ums Leben. #NieWieder #WeRemember
 
Hier Einblick in sein Leben:
Georg Jacob Lilienthal wurde am 14. Januar 1897 in Leipzig-Plagwitz als Sohn des jüdischen Kaufmanns Jacob Lilienthal und seiner nichtjüdischen Ehefrau Anna Lilienthal, geb. Kannitzky, geboren. Er wurde getauft (Heilandskirche) und verfügte insofern über ein evangelisch-lutherisches Glaubensbekenntnis. Sein Vater verstarb früh im Alter von nur 40 Jahren am 13. Oktober 1896. Georg Lilienthal absolvierte nach seinem Schulabschluss eine Lehre im Bankfach. Er diente im I. Weltkrieg. Ab 1936 arbeitete er als Handelsvertreter bzw. Handelsmakler mit Inkassovollmacht u.a. für die Leipziger Fa. Rau & Hempel für verschiedene Industrie- und Lebensmittelprodukte. In der Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft wurde Georg Lilienthal als "Halbjude" mit einem Heiratsverbot mit seiner "arischen" Verlobten belegt.
Georg Lilienthal wohnte zunächst möbliert in der Langen Straße 35, damals Leipzig C 1. Beim Bombenangriff auf Leipzig vom 03./04. Dezember 1943 wurde seine Wohnung zerstört. Die Familie seines Schwagers und seiner Halbschwester Eva nahm ihn in ihrer Wohnung in der damaligen Helfferichstraße 51 b, heute Käthe-Kollwitz-Straße 109, auf.
Am 1. August 1944 erhielt er vom Arbeitsamt Leipzig "bis auf weiteres" eine Verpflichtung zur Zwangsarbeit als "Sonder-Dienstverpflichteter" bei der nationalsozialistischen "Organisation Todt" in Osterode im Harz. In Osterode musste er trotz seiner langjährigen schweren Magenkrankheit Zwangsarbeit als "OT-Hilfsarbeiter" im Steinbruch der Fa. Stöhr leisten. Das Lager der "Organisation Todt" Osterode im Harz war ein so genanntes Schwerhaftlager, in das u.a. Menschen aus der Stadt Leipzig deportiert wurden, die von den Nazis angesichts jüdischer Vorfahren als "Mischlinge" eingestuft worden waren.
Von der Poststelle der "Organisation Todt" überwacht, verlieh Georg Lilienthal in einem Brief an seine Leipziger Verwandten am 18. Dezember 1944 seiner Hoffnung Ausdruck, dass das Weihnachtsfest 1944 das letzte Weihnachtsfest im Krieg sein möge.
Bei einem Besuch in Osterode, bei dem nur ein kurzes Gespräch am Lagerzaun gestattet war, fand ihn seine Halbschwester Eva bereits schwer erkrankt vor. Als "Simulant" beschimpft, wurde Georg Lilienthal schließlich in das Krankenhaus in Osterode eingeliefert, wo er am 5. Februar 1945 starb. Seiner Halbschwester wurde die erforderliche Reiseerlaubnis zur Bestattung verweigert.
 
Georg Jacob Lilienthal war 48 Jahre alt.
Quelle: Ines und Dr. Günter Schmidt, AG Stolpersteine Leipzig
Foto: Auszug/ Taufbuch Ev.-Luth. Kirchgemeinde Leipzig-Lindenau-Plagwitz
 

Bautagebuch Teil 3

Fotos: Westkreuz
O Heiland reiß die Treppe ab!
Ein Advents(Ankunfts)lied besingt den Heiland, der uns den Himmel aufreißt.
Die erste Strophe könnte Programm für das Westkreuz und für die jetzige Bauphase sein.
O Heiland, reiß die Himmel auf,
Herab, herab, vom Himmel lauf,
Reiß ab vom Himmel Tor und Tür,
Reiß ab, wo Schloß und Riegel für!
In dieser Woche fiel die alte Treppe. Jetzt ist Platz für die Himmelstreppe. Dort, wo jetzt mit Presslufthammern und schwerem Gerät der Beton gespalten wird, wird durch zwei Flügelarme der Treppe das Unterdeck mit dem Kirchraum verbunden.
Zurzeit wird über die Fußbodenbeläge beraten. Einladend, robust, pflegeleicht und freundlich fürs Auge sollen sie sein.
 
Weitere Bilder auf unserer Facebook-Seite: https://www.facebook.com/STZ.Westkreuz
 

MittWort - 2.Februar 2022

Trotzdem
 
Ich hatte mein Mittwort zum Schnapszahl-Mittwoch fertig. Es stand unter der - zugegeben ironischen - Überschrift „So schönes Wetter und ich noch dabei“ - ein Zitat von Wilhelm Raabe. Ich wollte ein bisschen Fröhlichkeit in dieses wirklich depressionsbegünstigende Wetter hineinschreiben, was ja wohl Vielen von uns zur Zeit echt auf den berühmten „Senkel“ geht. Aber die gestrige Schlagzeile (31.1.22) haut mir dazwischen.
Mord an zwei jungen Polizisten bei einer Verkehrskontrolle.
Zur falschen Zeit am falschen Ort?
Augen auf bei der Berufswahl?
Jeden Tag sterben Menschen…
Noch mehr platte Sprüche gefällig? Lieber nicht.
Na und, Claudia, was schreibst Du nun? Wie passen Zitat und wetterfühlige Fröhlichkeit
zum Mord …?
zum Missbrauchsskandal in der Kirche?
zum Säbelrasseln im Ukraine-Konflikt?
zum Desaster von Syrien und Afghanistan und und und …?
zum Partyspaß von Johnson im Lockdown und Trump reloaded?!
zum „Fang mich doch …!“ - Spiel der Viren mit der Welt?
Ja, schreib ruhig: Gott wird alles zum Guten führen, Gott verlässt nicht, Gott ist gerecht und hilft.
Und dann lachen die Menschen, zeigen dir einen Vogel und sagen: du und dein Gott!
Und stellen die Frage: WARUM - lässt er das zu ? Das Leid, das Unrecht, das Böse?
Und alle, die sich von niemandem reinreden lassen wollen in ihr Leben, weil es schließlich - gerade jetzt und in diesen Zeiten - IHNEN SELBST gehört … möchten, dass Gott da mal für Ordnung sorgt und zwar richtig.
Und ja, auch ich komme nicht umhin, immer wieder diese Warum-Frage zu stellen und - an ihr zu scheitern, weil es keine Antwort gibt, so sehr man sich theologisch an ihr abarbeitet. Manch einer resigniert und manch einer protestiert und …. ich ?
Ich streiche das zerknitterte Kalenderblatt glatt, was seit Jahrzehnten in meinem abgewetzten Portemonnaie klemmt, auf dem steht: „Die Geschichte meines Lebens wird der Welt sagen, was sie mir sagt: Es gibt einen liebevollen Gott, der alles zum Besten führt.“ H. Ch. Andersen
Glauben ist ein großes gelebtes TROTZDEM. Und so schreibe ich trotzig: „So schönes Wetter - und ich noch dabei“. Wie oft habe ich schon spüren dürfen, dass die Sonne auch dann scheint, wenn ich sie nicht sehe. TROTZDEM!
Und TROTZDEM ziehe ich traurig die Gummistiefel an, gehe mit dem Hund in den matschigen Park und weine eine Runde, weil man es im Regen nicht sieht … und weil das manchmal sein muss und sein darf … bis ich den liebevollen Blick von Jesus wieder spüre, der um all das weiß …
Am nächsten Tag (1.2.22) schlage ich mein Morgenbüchlein auf und lese: „Jesus fasste das Kind an der Hand und sagte zu ihm: Talita kum!, das heißt übersetzt: Mädchen, ich sage dir, steh auf!“ Markusevangelium 5,41-42
Und auch wenn ich längst kein Mädchen mehr bin, fallen mir diese weichen Worte ins Herz: Talita kum! Und ich weiß, dass Gott mir gerade die Hand gereicht hat …
Vielleicht helfen auch Ihnen diese Worte durch den Tag, durch das Wetter, durch das Leben: Talita kum! - auch wenn Sie kein Mädchen sind.
 
Das wünscht von Herzen Ihre /Eure Claudia Krenzlin

#OutInChurch – Für eine Kirche ohne Angst

Wir glauben, dass Jesus Menschen nicht aufgrund ihres Lebens in gleichberechtigten und von Liebe geprägten Beziehungen verboten hätte, ihren Glauben weiterzutragen. Nach dem Zeugnis der Evangelien hat er gerade solche Menschen eingeladen, die nicht der vermeintlich gesellschaftlichen Norm entsprachen, mit ihm am Tisch zu sitzen. Wir als evangelisch-lutherische Kirchgemeinde unterstützen daher die Aktion römisch-katholischer Christinnen und Christen für eine Änderung von Lehrmeinungen und Arbeitsrecht in ihrer Kirche, auch in dem Bewusstsein, dass auch in unserer Kirche in dieser Hinsicht noch vieles zu tun ist.

Hier geht's zur Petition: https://www.change.org/p/gläubige-und-mitglieder-der-römisch-katholischen-kirche-und-solidarisierende-outinchurch-für-eine-kirche-ohne-angst?fbclid=IwAR019ljBVpGPJNjPcFd_gy4T3HSj72VW3ff97qx0DZViXUdCK9OaDB7QC_w

Das passende Steinchen fehlt! als Erzieher/in arbeiten im schönen Leipziger Westen

Liebe Besucher

unsere Kita such ab den 01.04. eine neue und tatkräftige Unterstützung. Alle Informationen finden Sie hier.

Vielen Dank.

 

MittWort - 26. Januar 2022

AR und ER
 
Über dir geht auf der HERR, und seine Herrlichkeit erscheint über dir.
 
Mit diesem Spruch aus Jesaja 60,2 geht am kommenden letzten Sonntag nach Epiphanias die Weihnachtszeit zu Ende.
Das Wort fasziniert mich immer wieder. Vor meinen inneren Augen entsteht das Bild eines Sonnenaufgangs. Bisher herrschte die Dunkelheit. Ringsum gab es nichts als Grautöne. Die Welt schien nur aus verschiedenen Abstufungen von Schwarz und Weiß zu bestehen. Doch dann geschieht ein Wunder: Die Sonne lässt alles in leuchtenden Farben aufscheinen. Die Welt ist so viel reicher und schöner als es in der dunklen Zeit zu sein schien.
 
Für uns ist das ein alltäglicher Vorgang, den wir an jedem Morgen neu beobachten können. Wir wissen, dass hier optische Gesetze wirken. Und doch geschieht es in stillen Augenblicken immer wieder einmal, dass uns dieses Geschehen auf einer tieferen Ebene berührt und in einer Weise anspricht, die wir nur schwer in Worte fassen können. Dann kommt es uns wie ein Wunder vor.
 
Jesaja sieht aber noch etwas Größeres: Er spricht nicht von einem Sonnenaufgang, sondern vom Aufgehen Gottes und dem Erscheinen seiner Herrlichkeit. Das sind keine alltäglichen Gedanken mehr. Und doch liegt ein solcher Schluss nahe. Schon der Liederdichter und Pfarrer Philipp Spitta schrieb 1833 in dem Lied Freuet euch der schönen Erde: Findet sich schon in Gottes Schöpfung so ein wunderbarer Schein, o was muss an seinem Herzen erst für Glanz und Wonne sein (EG 510,5).
 
Es mag seltsam erscheinen, aber manche alte Vorstellung kann in unserer Zeit mit ihrer hochmodernen Technik auf eine neue Weise einleuchtend werden. Und zwar deshalb, weil sich heute die scheinbar engen Grenzen der sogenannten Realität verschieben. Wer ein neueres Smartphone besitzt, wird früher oder später einmal auf die AR stoßen. AR steht für augmented reality - die erweiterte Realität. Dabei werden dem Betrachter zusätzlich zu dem, was er über die Kamera in seiner Umgebung sehen kann, weitere Informationen eingeblendet, die ihm dazu noch wichtige Hinweise geben oder den Weg zeigen können.
 
Gibt es da einen Zusammenhang zwischen AR und dem Glauben? Wie schon gesagt, es mag seltsam erscheinen, aber beim Glauben geht es auch um eine Erweiterung unserer natürlichen Wahrnehmung. Um ein tieferes Sehen und Verstehen von wichtigen Zusammenhängen in unserem Leben. Um die Entdeckung von Sinn und Möglichkeiten, sowie um Freude und Hoffnung, die dem äußeren Blick verborgen bleiben. Der Grund dafür ist allerdings nicht AR, sondern ER. ER steht für Gott. Man könnte aber auch von enlighted reality sprechen - von erleuchteter Realität. Denn wenn ER über uns aufgeht und seine Herrlichkeit über uns erscheint, können wir unsere Lebenswirklichkeit mit den erleuchteten Augen des Herzens (Epheser 1,18) sehen.
 
Das wünsche ich Ihnen am Ende dieser Weihnachtszeit!
Ihr Heinz Schneemann

Bautagebuch Teil 2

Foto: Westkreuz
Es trägt uns mehr als gedacht.
Tragende Wände verhindern den schnellen Durchbruch. Dank des ambitionierten Planerteams sind erste Lösungsvorschläge schon auf dem Tisch.
Während mit Helm und Ohrenschützern die Bauarbeiter im Unterdeck Platz machen, beraten Architekten und Kirchvorsteher*innen über die Materialität der Fußböden.
Bald ist es so weit, dann reicht der Blick wieder vom Eingangsportal bis zu der Stelle, wo einst der Altar stand.
Nach 40 Jahren öffnet sich wieder der Raum in der Weite.
 
Mehr Bilder auf Facebook: https://www.facebook.com/STZ.Westkreuz
 

Baustellenführung in der Heilandskirche – Stadtteilzentrum Westkreuz

Foto: Westkreuz
Jeden letzten Sonntag im Monat laden wir zu einer Baustellenführung um 14:00 Uhr in die Heilandskirche ein.
Die Führung wird zurzeit unter der 2G Regel stattfinden. Das bedeutet, dass Besucher*innen bitte einen Nachweis mitbringen, dass sie genesen, geimpft bzw. geboostert sind. Außerdem gilt das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes.
Um eine gute Organisation zu ermöglichen, bitten wir Sie, sich per Mail info@kirche-lindenau-plagwitz.de
oder bis Donnerstag 16 Uhr unter 0341 – 480 1939 mit Anzahl der Teilnehmenden anzumelden. (Teilnahme auch ohne Voranmeldung möglich)
Wir freuen uns, Ihnen unser spannendes Projekt in der Bauphase zeigen zu können.
 

MittWort - 19. Januar 2022

"Und es werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes." | Lk 13,29
 
Es ist Montag kurz vor 18.30 Uhr. Ich bin mit dem Fahrrad auf dem Weg zur Taborkirche. Für diesen Abend haben sich „Spaziergänge“ angemeldet. Im Vorfeld ging es in den sozialen Netzwerken heiß her. Grund war, dass der Kirchenvorstand der Taborgemeinde beschlossen hat, die Räume der Kirche für ein Impfteam des DRK zu öffnen. Das sorgt bei manchen für Unmut. Nach dem Aufruf zum „Spazierengehen“ meldete „Kleinzschocher wird bunt“ eine Kundgebung an. Aus einer Mischung aus Sorge und Verantwortungsgefühl verabredeten sich Mitglieder des Kirchenvorstandes vor dem Hauptportal.
 
„Spaziergänger“, „bunte Kleinzschochersche“ und KV: Eine eigenartige Gemengelage.
 
Und dann – es ist schon dunkel – kommt eine junge Frau etwas unsicher auf den Vorplatz der Kirche. Ganz
offensichtlich weiß sie nicht, zu welcher Gruppe sie gehen soll, wo sie hingehört.
Aber aus der Unsicherheit heraus ergibt sich zwischen uns ein Gespräch über ihre Sorgen und Nöte, über die Gedanken und Hintergründe des Kirchenvorstandes, über Kirche überhaupt und allgemein. Und im Austausch merke ich, dass sicher einiges ist, was uns trennt, aber auch vieles, was uns verbindet. „Und es werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden“: Gemeinschaft trotz aller Zuordnung.
Es ist Montag kurz nach 20.00 Uhr. Ich fahre mit meinem Fahrrad wieder nach Hause. An diesem Abend habe ich Menschen kennengelernt, denen ich sonst wohl nie über den Weg gelaufen wäre.
Und ich bin dankbar über den Austausch und die Gemeinschaft. Schon komisch, wie das manchmal so geht.
 
Es grüßt Sie mit Gedanken zum Spruch für diese Woche
Ihr Pfarrer Dr. Sebastian Ziera

Bautagebuch Teil 1

Foto: Westkreuz
Mit Kreuzhacke und Presslufthammer!B
Mauern fallen, Treppen werden abgetragen und ein neues Raumgefühl entsteht. Nach vielen Anträgen, Telefonaten, Bauberatungen und Sitzungen beginnen jetzt die Arbeiten in der Heilandskirche.
 
Das Stadtteilzentrum Westkreuz wird gebaut! Zunächst werden alle Wände im Unterdeck abgerissen und die Treppe zum oberen Kirchraum zurückgebaut. Es entsteht ein neuer Blick in das alte Kirchenschiff.
 
Wenn Sie zur Baustellenführung am 30.1. um 14.00 Uhr (Weitere Infos folgen) kommen, können Sie ein wenig von dem Raumerlebnis mitnehmen, wie es vor dem Umbau der Kirche 1982 zu erleben war.
 
Wir werden hier, auf Instagramm sowie Facebook in regelmäßigen Abständen über die aktuelle Bausituation berichten.
 
Das heißt, gespannt bleiben!
 
Weitere Bilder auf unserer Facebook-Seite: https://www.facebook.com/STZ.Westkreuz

Corona-Impfung in Tabor ohne Termin!

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Mitbürger

über das DRK  gibt es die Möglichkeit, dass in der Taborkirchgemeinde geimpft wird.

Eine Terminvereinbarung ist telefonisch an den Öffnungszeiten der Kanzlei möglich.

Vielen Dank für die Bereitschaft des DRK-Team !

MittWort – 12. Januar 2022

Foto: privat
„… das Feld sei fröhlich und alles, was darauf ist; und lasst rühmen alle Bäume im Walde…“
Psalm 96/12
Dieser Vers kam mir in den Sinn, als ich mit einer sehr guten Freundin vor nicht allzu langer Zeit den FriedWald Planitzwald aufsuchte.
Wir sind nicht zufällig dorthin gegangen, sondern wir suchten ganz bewusst diesen so stillen Ort. Die schwere Krankheit meiner Freundin lässt solche „Ausflüge“ zu, sie bedingt sie geradezu. Unsere Gedanken sind unterschiedlich, und wir sind froh, dass wir offen miteinander reden können. Ich bewundere ihren Mut, sich mit diesem Thema zu beschäftigen. Sie ist froh, dass ich sie begleite, denn ihre Nächsten sind, sagen wir mal, zurückhaltend in dieser Thematik.
Fast drei Stunden sind wir bei angenehmer klarer kalter Luft, aber auch bei Sonnenschein, bis es zu dämmern anfing, durch die verschiedenen Abteilungen gelaufen. Diese waren durch verschiedene Baumarten mal dicht bewachsen, mal ließen sie viel Licht durch. Wie wird es dort im Frühjahr, im Sommer aussehen, wenn die Bäume Laub tragen? Viele Namen, teils mit Geburts- und Sterbejahren, lasen wir an den Bäumen – und erfanden Geschichten dazu. Am Andachtsplatz ließen wir uns nieder, hörten dem Gezwitscher der Vögel zu und ruhten uns aus. Ein Meditationsweg führte uns zu einer Schutzhütte. Unser gemeinsamer Tag war ein schöner, ein wunderschöner.
Immer schon, seit unserer gemeinsamen Kindheit, gehen wir gern in den Wald. Der Wald ist uns nah, was der Grund der Suche wohl auch ist. Aber wir haben auch bemerkt, dass es nicht einfach ist, sich für diesen oder einen anderen Ort zu entscheiden. Da kommen verschiedene Gedanken auf, ein Für und Wider. Eigentlich möchte man sich doch nicht entscheiden und möchte noch lange die Möglichkeit zur Entscheidung haben.
Und dann kommt mir wieder dieser Psalmvers in den Sinn. Ich weiß, dass er anders gemeint ist, aber ich lese darin Tröstliches. Da ist vom Feld und vom Wald die Rede, ein fröhliches Feld, ein Wald voll rühmender Bäume. Das heißt für mich, jede Entscheidung ist richtig, überall gehöre ich zur Natur – und Gott ist sowieso überall.
Dass ich heute vom FriedWald schreibe hängt auch damit zusammen, dass meine Freundin heute ihren Geburtstag feiern darf. Das ist ein großes Geschenk. Und dafür dürfen die Felder und Bäume jubeln und rühmen.
 
Baberina Müller

Die Lange Nacht der Krippenspiele 2022 Digital - Öffentliche Jurysitzung auf Zoom!

Hier die herzliche Einladung, dabei zu sein! Kommt möglichst zahlreich, die Spieler genauso wie die Spielleiter, Beteiligte genauso wie Gäste! Es ist gute Tradition, dass beim Krippival gemeinsam über das Gesehene gesprochen wird – wertschätzend, konstruktiv und kritisch.
Die Jury wird wieder zwei Förderpreise in Form von einem Wochenendworkshop zum darstellenden Spiel für die Gruppen vergeben. Es gibt ein Padlet, auf dem ihr auch direkt zu den Beiträgen kommt und wo ihr Kommentare und Sterne-Bewertungen hinterlassen könnt. Schon vorab eine Möglichkeit zur digitalen Beteiligung – macht bitte regen Gebrauch davon!
 
Der Zoom-Link:
Die Lange Nacht der Krippenspiele 2022 Digital - öffentliche Jurysitzung auf Zoom
Uhrzeit: 8.Jan..2022 15:30 Amsterdam, Berlin, Rom, Stockholm, Wien
 
Zoom-Meeting beitreten
Meeting-ID: 647 1407 1260
Kenncode: 543068
 
Hier der Link zu den Beiträgen der Teilnehmer (inkl. unserem):

MittWort - 5. Januar 2022

Wie irrelevant :-)
 
Ich muss das neue Jahr gleich mit einem Geständnis beginnen: Ich schaue in die Fenster anderer Leute und das auch noch gerne. Wenn ich mit meinem Trödelhund die Abendrunde gehe und er an jedem Baum und jeder Ecke die neuesten Nachrichten aus dem Hunde-Piesel-Chat erschnuppern muss, geht mein Blick zu den erleuchteten Fenstern. Ich begucke mir Kronleuchter und Hochbetten, Poster und Bücherregale, Grünpflanzen und Fensterbilder. Gerne auch die Schwibbögen und leuchtenden Sterne. Man kann dabei gut über Menschen und Dinge nachdenken und deren Bedeutung zueinander.
Vor einer Woche jedoch bleib mein Blick an der hell erleuchteten Wand einer Erdgeschoss-Wohnung hängen. Dort stand in großen roten Buchstaben:
„KOMM, LASS UNS IRRELEVANT SEIN!“
Ich musste lachen, der Hund schaute mich erstaunt an. Um ihm keine Antwort schuldig zu bleiben, googelte sich sicherheitshalber nochmal die Bedeutung von „irrelevant“.
Da stand: „in einem bestimmten Zusammenhang unerheblich, ohne Bedeutung“.
Ich seufzte tief und dachte: „Oh ja! Was für ein herrlicher Vorsatz für 2022.“
Sich mal wieder klar werden, was für ein herrlich vagabundierendes Staubkorn ich Mensch bin. Durchaus ein Geschöpf Gottes, aber eben nur ein Geschöpf Gottes und nicht das Geschöpf Gottes. Ein möglichst liebevolles, nachdenkliches, tätiges Staubkorn, jedoch nicht der um mich selbst drehende, klugsch…nde, hyperaktive (Staub-)Stern, ohne den die Welt nicht funktionieren kann.
 
Ein möglicher Predigttext für den Neujahrstag stand im Buch der Sprüche, Kapitel 16, Verse 1-9. Ich empfehle die Lektüre. Ich empfehle vor allem den Satz:
„Einen jeglichen dünken seine Wege rein, aber der Herr prüft die Geister.“ (Spr. 16,2)
Womöglich können wir der Prüfung der uns antreibenden Geister durch den Herrn eine kleine Runde eigener Relevanzfragen voranstellen:
Worin besteht mein Antrieb, so oder so zu sein, dies oder das zu tun oder zu lassen?
Geht es um die Sache oder geht es eigentlich um mich?
Geht es um den Nächsten oder geht es eigentlich wieder nur um mich?
Wo, wann und für wen bin ich wichtig oder nehme ich wieder nur mich selber wichtig?
 
Natürlich - es ist von allem was dabei. Die anderen und ich, ich und die Sache, der Zeitpunkt und ich. In uns allen steckt die Sehnsucht nach Wahrgenommenwerden und Relevanz.
Umso entspannender und entlastender empfinde ich diese rote Schrift: „Komm, lass uns irrelevant sein“. Wir sind in einem bestimmten Zusammenhang unerheblich und ohne Bedeutung. Und werden dennoch wahrgenommen.
So kann ich mich am Anfang des neuen Jahres in die Sprüche Salomos fallen lassen:
 
„Befiehl dem Herrn deine Wege, so wird dein Vorhaben gelingen.
Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg, aber der Herr allein lenkt seinen Schritt.“ (Spr. 16, 3+9)
 
Ja, ich bin relevant für Gott, wie jedes seiner Staubkörner. Das erlaubt mir - in manch bestimmten Zusammenhang - irrelevant zu sein. Zur Entlastung meiner Mitmenschen, zur Entlastung meiner selbst.
 
Ein gutes, behütetes und fröhliches neues Jahr wünscht die leicht angestaubte
Claudia Krenzlin
 

"Mache dich auf werde licht" - Weihnachtskonzert des Bach Consort Leipzig

Aufnahme vom 14. und 15. Dezember 2021 / Bethanienkirche zu Leipzig

Mit herzlichem Dank für die großzügige finanzielle Unterstützung durch Karl und Sebastian Moser, Garmisch Partenkirchen sowie an die Bethanienkirchgemeinde und Pfarrer Martin Staemmler-Michael für die Unterstützung des Projektes und die Aufnahmemöglichkeit in der Bethanienkirche.

Über eine Spende zur finanziellen Unterstützung bei der Realisierung dieses Projekts würden wir uns sehr freuen. Richten Sie diese bitte an: Ev.-Luth. Kirchenbezirk Leipzig Bank für Kirche und Diakonie (KD-Bank) IBAN: DE71 3506 0190 1620 4790 78 BIC: GENO DE D1 DKD Kennwort: Aufnahme Weihnachtskonzert Bethanienkirche

Mitwirkende: Bach Consort Leipzig Elisabeth Mücksch, Anja Binkenstein, Lilja Peterson – Sopran Pauline Klapper, Janne Wetzling – Alt Titus Heidemann, Johann Jakob Winter – Tenor Zacharias Krämer, Tobias Gründel – Bass Hartmut Becker, Violoncello Mechthild Winter, Orgel Leitung: Gotthold Schwarz Kamera: Alexander Steeb, Holger Hertel, Michael Arras Ton und Schnitt: Sebastian de Vries

Die Aufnahme wurde am 14. und 15. Dezember 2021 in der Bethanienkirche zu Leipzig unter 2G-Bedingungen aufgezeichnet.

MittWort - 29. Dezember 2021

Kein Prophet, oder?
 
Der Weihnachtsbaum, den ich immer erst am Heiligabend in unserem Wohnzimmer aufstelle und mit Muße und Musik schmücke, - ich höre dabei die ersten Kantaten des Weihnachtsoratoriums mit der Weihnachtsgeschichte nach Lukas - steht noch. Wenigstens bis zum 6. Januar, dem Epiphaniastag, an dem nach der Tradition auch die weitgereisten Weisen aus dem Matthäusevangelium das Jesuskind gefunden haben. Hier mischen sich auch dunkle Töne in das Licht der neuen Hoffnung: Da ist auch Herodes, der seine Machtinteressen gefährdet sieht und dabei keine Skrupel kennt, auch über Leichen zu gehen.
 
Mein Gott, denke ich in unserem weihnachtsfestlich geschmückten Zuhause, ändert sich das denn nie? Mir fallen die Leute ein, die Weihnachten deswegen als unerträgliche Inszenierung eines verlogenen Friedens ablehnen. Aber wird es dadurch erträglicher? Ich sehe Verbitterung in
vielen Gesichtern. Was wird daraus? Resignation? Oder Zynismus? Oder sogar neue Gewalt? Was wird zu Silvester geschehen?
 
Der Weihnachtsbaum leuchtet noch. Da sind die Kerzen, die Strohsterne, die silbern glänzenden Kugeln. Der denkbar größte Kontrast zu diesen dunklen Gedanken. Unerträglich? Oder gerade das spannungsreiche Kontrastprogramm, aus dem neuer Mut gewonnen werden kann?
 
Was wird uns das kommende Jahr bringen?
Wird es das Jahr 2022 n.Chr.?
Oder das Jahr 3 n.Cor.?
Oder beides? Aber zu welchen Anteilen und mit welchen Auswirkungen?
Ich weiß es nicht. Ich bin ja kein Prophet!
 
Oder doch?? Jetzt muss ich an meinen alttestamentlichen Lehrer, Prof. Siegfried Wagner, denken. Er sagte seinen Studenten: Propheten sind keine Vorhersager, Propheten sind Hervorsager! Menschen, die aus ihrer Beziehung zu Gott etwas hervorbringen, das in dunklen Zeiten wegweisend werden kann. Zumindest kenne ich solche Propheten. Dietrich Bonhoeffer zum Beispiel, der die für mich tröstlichsten Worte zum Jahreswechsel geschrieben hat:
 
Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag.
 
Noch immer schaue ich in die Lichter des Weihnachtsbaums. Und jetzt weiß ich auch, was ich Ihnen und mir selbst für das kommende Jahr wünsche: Vornehmlich, dass wir prophetischer leben können!
Ihr
Heinz Schneemann

Angekommen und gut verbunden - fast alle!

Foto: privat
Am 25.11. haben sich Maria und Josef von der Philippuskirche auf die Reise durch den Leipziger Westen begeben. Jeden Tag baten sie bei Menschen um Quartier. Bis ins ferne Knautnaundorf sind sie gekommen und ihnen wurde die Tür geöffnet. Ein Herzlicher Dank an alle Gastgebenden.
Ein Tagebuch begleitete die Heiligen Familie. Jetzt sitze ich hier und lese die wundervollen Geschichten, die Maria und Josef in den Häusern erlebten.
Heute sind sie wieder in der Philippuskirche angekommen. Pünktlich zum Weihnachtsfest. So viele Menschen wurden durch die Reise der Beiden verbunden. Aber es sind nur Maria und Josef von der Reise zurückgekehrt.
Wo habt ihr euren Jesus gelassen?
Oder bin ich nur zu ungeduldig, und das Kind kommt erst noch in die Welt.
Jedenfalls habe ich es bei Maria nicht finden können.
Wo mag Jesus jetzt sein? In Lindenau oder Großzschocher?
Gebt gut acht, wenn ihr ihn findet.
Mit ihm finden wir Frieden, Liebe und Hoffnung.
 
Frohe Weihnachten!

Weihnachtsgottesdienst und Krippenspiel aus Philippus auf YouTube!

Weihnachtsgottesdienst aus Philippus Leipzig mit Krippenspiel der Jugendlichen "In Würde und Freiheit".
 
Beides ist am 24.12.21 ab 15 Uhr auf unserem YouTube Kanal zu sehen.
 
Wir wünschen viel Spaß beim schauen und eine gesegnete Weihnachtszeit!
 
 

Weihnachten naht!

Foto: O. Brinkel

Weihnachten naht! Wir laden Sie herzlich zu unseren beiden Christvespern 
um 15 Uhr und 17 Uhr ein, die dieses Jahr baubedingt in der 
Philippuskirche (Aurelienstraße/Ecke Helmholtzstraße) stattfinden 
werden. Für einen reibungslosen Ablauf bitten wir Sie um folgendes:

1. eine Anmeldung. https://www.kirche-lindenau-plagwitz.de/ticketanfrage-christvesper.html. Das ist eine 
Vorsichtsmaßnahme, damit wir niemanden an der Tür wieder wegschicken 
müssen und wir Ihnen nötigenfalls einen Platz in der anderen 
Christvesper anbieten können.

2. die Einhaltung der 3G-Regel. Bitte halten Sie Ihren Nachweis sowie 
einen Lichtbildausweis zum Einlass bereit. Kinder sind wie in Sachsen 
üblich von der Regelung ausgenommen, wenn sie in der Schule getestet 
werden. Allerdings sind zu diesem Zeitpunkt bereits Ferien, deswegen 
bitten wir Sie auf freiwilliger Basis Ihre Kinder zu Hause zu testen 
bevor Sie in den Gottesdienst kommen.

3. das Tragen einer FFP2-Maske.

4. rechtzeitiges Kommen. Durch die Kontrollen der 3G-Nachweise wird der 
Einlass länger dauern. Der Einlass wird ca. 30 Minuten vor der 
Christvesper öffnen. Bitte achten Sie beim Anstehen auf die nötigen 
Abstände und tragen Sie ggf. eine Maske.

Im Namen des Kirchenvorstands
Nicole Oesterreich

Impfen ist Nächstenliebe!

Unter dem Motto Impfen ist Nächstenlieben haben am 18. Dezember insgesamt 254 Kinder und Jugendliche all ihren Mut zusammengenommen und sind zum Kinderimpftag in die Bethanienkirche in Leipzig Schleußig gekommen.
Organisiert wurde dieses Impfangebot gegen COVID-19 durch den Kirchenvorstand der Kirchgemeinde. Es hätte so aber nicht stattfinden können, wenn nicht 9 Impfärzt*innen und ihre Teams Zeit gefunden hätten, diese Aktion zu unterstützen.
In gerade einmal 4 Stunden konnten so ganze 254 Impfungen für die Generation der 5- bis 17-Jährigen verabreicht werden. Den größten Teil stellten die impfwilligen Kinder dar. Mit mulmiger Erwartung in den Augen, aber einer riesigen Portion Tapferkeit waren sie einander Vorbilder. Dank der gut organisierter Terminvergabe und der hohen Disziplin aller Anwesenden, kam es kein einziges Mal zu größeren Warteschlangen.
Über ihre Motivation oder die ihrer Eltern ließ sich in der Kürze der Zeit wenig in Erfahrung bringen. Überzeugung und Unsicherheit lagen in der Luft und waren gleichermaßen mit Händen zu greifen. Die Sorge vor dem, was vielleicht noch kommt – die Angst vor dem, was Freunde und Verwandte vielleicht schon erleben mussten.
Kaum einer Person war anzumerken, dass sie die Risiken nicht scheut. Vielleicht nicht aus eigener Überzeugung, aber im Vertrauen auf die Entscheidung ihrer Eltern haben sie sich alle ihre Ärmel hochgekrempelt.
Das Resümee der Organisator*innen lässt sich vielleicht so am besten zusammenfassen: Wenn wir es schaffen, uns nicht spalten zu lassen, und nur für einen kurzen Augenblick auf unsere individuelle Freiheit verzichten, erleben wir, wie wir einander zu Nächsten werden.
Ein großes Dankeschön auch an die über 40 Helfer*innen, darunter auch die Kolleg*innen der Leipziger Polizei, die dank ausbleibender Protestaktionen einen ruhigen Nachmittag verbringen konnten.
Im Besonderen gilt der Dank aber allen kleinen und großen Impflingen!

MittWort – 22. Dezember 2021

MittWort – 22. Dezember 2021

„Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich:

Freuet euch! Der Herr ist nahe!“ Philliper 4,4,5b

Umso öfter ich den Spruch dieser Woche lese, umso mehr verwirrt er mich. Mal lese ich ihn als freudige Ankündigung, mal als Befehl. Aber kann Freude befohlen werden, oder liegt es nur an meinem inneren Befinden, dass ich es so lese?

Schwer fällt es mir in diesem Jahr, mich auf Weihnachten zu freuen. Es erscheint mir nicht greifbar, weit weg. Alles ist unsicher, nichts wirklich planbar. Die pandemischen Maßnahmen schweben wie ein dunkler Schatten über mir und uns allen; familiäre Unwägbarkeiten machen mir das Herz schwer; eine noch nicht klar formulierte schmerzhafte Krankheit macht mich unruhig.

Ich fühle mich wie gelähmt, habe das Gefühl, alle Dinge, die mir sonst in der Vorbereitung Freude machten, gehen zäh voran.

Und dann lese ich diesen Wochenspruch – und ich bin dankbar dafür, dass man mir sozusagen Freude auferlegt. Ohne groß nachzudenken, merke ich, dass mir doch so viele Dinge in freudiger Erinnerung und Vorfreude sind.

Da ist unser adventlich geschmücktes Zimmer, die große, uralte, gut laufende Engelspyramide.

Da sind meine Advents- und Weihnachts-CDs, die ich wieder hören kann.

Jeden Tag räuchert eine andere Figur angenehmen Duft in den Raum.

Beim spätabendlichen Adventsbriefeschreiben entspanne ich mich und bin voller Freude.

Mit lieben Menschen konnte und werde ich zusammen sein, Glühwein und Feuerzangenbowle trinken, Leckeres essen und gute Gespräche führen.

Eine ganz besondere Freude ist meine „Familien-Bande“, die sich in der oben genannten Unwägbarkeit enorm verbunden zeigt.

Wenn ich die Vorfreude meiner vielen Enkelkinder sehe, höre oder lese, dann wird mir warm ums Herz.

Und nicht zuletzt jetzt weiß ich, dass ich mich freue, freue auf das Weihnachtsfest, an dem der Herr uns besonders nahe ist. Ich freue mich darauf, das Evangelium zu lesen und zu hören. Ich freue mich, die schönen Texte der eingängigen Weihnachtslieder in mir aufzunehmen. Ich freue mich auf leuchtende Augen. Ich freue mich auf Begegnungen, die vielleicht an anderen Orten sind, als wir es bisher gewohnt waren.

Und so sage jetzt auch ich: Freut euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! Der Herr ist nahe! – Entdeckt die Freude und freut euch an ihr.

Baberina Müller

4. Advent - Tauwetter

Tauwetter
Der 4. Advent trägt auch den Namen „Rorate“. Rorate, caeli desuper.. – Tauet, ihr Himmel, von oben, ihr Wolken, regnet Gerechtigkeit: Es öffne sich die Erde und bringe Heil, und Gerechtigkeit wachse mit auf!  Jes 45,8
Es ist Tauwetter angesagt. Es regnet Gerechtigkeit und aus der Erde erblüht Zukunft. So erzählt es der Prophet Jesaja. Hoffnung keimt auf. Menschen können in die Freiheit ziehen. 
Diese Erwartung liegt im Weihnachtsfest. Der 4. Advent drückt aus, was Menschen erwarten, die sich nach Frieden sehnen.
Zwei Menschen stehen auf dem Marktplatz mit einem Transparent auf dem steht VERTRAUEN. Sie stehen den sog. Spaziergängern zum Gespräch bereit. Es regt sich Widerstand gegen das Geschrei und Fremdbestimmte. Es bricht sich Bahn, was dem Leben dient.   
Und Maria erlebt den geöffneten Himmel und singt: Wenn Gott in die Welt kommt, ändern sich die ungerechten Verhältnisse. Hungrige werden satt, Gewaltige werden vom Thron gestoßen: So singt es Maria, die Mutter Jesu, im „Magnificat“.
Es ist Tauwetter angesagt und Vertrauen kann neu wachsen. 

Impfen ist Nächstenliebe!

Nur mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung für jeden Einzelnen unserer Mitmenschen – egal ob jung, alt, mutig, ängstlich, gesund, chronisch krank, beeinträchtigt oder benachteiligt – kann es uns gelingen, die Pandemie einzudämmen. Deswegen spricht sich der Kirchenvorstand der Kirchgemeinde Leipzig-Lindenau-Plagwitz für die Corona-Impfung als Zeichen der Nächstenliebe aus.

 

 

Wichtige Informationen!

Bild bitte anklicken um zu vergrößern

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MITTWORT zum 15.12.2021 - Begegnung

Begegnung
 
Am kommenden Sonntag steht eine Begegnung im Mittelpunkt des Gottesdienstes: An die Lebenstür der Maria klopft ein Engel mit einer weitreichenden Botschaft an. Es ist eine lebensverändernde Begegnung.
Meine sehr persönliche Begegnungsgeschichte kann daran vielleicht anknüpfen.
 
Ich gehe auf das Holzhaus zu und dann aber daran vorbei, denn ich war zu zeitig. Mein Weg führt mich deswegen hinunter zum Sportplatz und dann wieder hinauf. Die Kirchenglocke zeigt es an: Jetzt ist es also soweit. Das Namensschild am Holzhaus zeigt meinen Nachnamen, obwohl ich noch nie hier war. An der Tür halte ich kurz inne, dann klingle ich. Ich bin angespannt: Was, oder besser wer wird hinter dieser Tür auf mich warten.
Verabredet habe ich mich für diesen Nachmittag mit meinem Vater. Er ist gegangen, als ich noch ein kleiner Junge war. Und jetzt 25 Jahre später bin ich ihm nachgegangen, um ihm zu begegnen.
Und dann tut sich die Tür auf und Vater und Sohn stehen sich gegenüber: Ein Wiedersehen nach 25 Jahren. Wer hätte das noch für möglich gehalten. Diese Begegnung, dieser Nachmittag war letztlich ein überraschendes Geschenk für uns beide. Und so wurde aus Beklemmung und Anspannung in der Begegnung Dankbarkeit.
 
Wie viele Möglichkeiten bietet das Leben auch heute noch für verändernde Begegnungen?!
 
Ihr Pfarrer Dr. Sebastian Ziera

Es ist angerichtet!

Foto: Ev.-Luth. KG Leipzig-Lindenau-Plagwitz
Die Heilandskirche ist beräumt, die Orgeln sind eingehaust und somit steht dem Baubeginn im Januar 2022 nichts mehr im Weg. In Abständen werden wir hier und auf unserer Homepage über den Baufortschritt berichten. 
Sobald es die Situation wieder hergibt, finden im neuen Jahr jeweils am letzten Sonntag des Monats Führungen über die Baustelle statt.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Heilandskirche History: Krippenspiel um 1912

Foto: Ev.-Luth. Kirchgemeinde Leipzig-Lindenau-Plagwitz
Krippenspiel mit Pfr. Herrmann Schmidt (links) um 1912 in der Heilandskirche.
 
 
 
 
 
 
 

Der 3. Advent trägt auch den Namen Gaudete – Freuet euch!

Gaudete – Freuet euch!

Der 3. Advent trägt auch den Namen Gaudete – Freuet euch!

Freut euch, bald ist Weihnachten. Es dauert nicht mehr lange, dann ist die Fastenzeit vorbei.  Ein Vorgeschmack dafür ist der 3. Advent. Das Fasten wird für einen Tag unterbrochen. 

Aber in diesem „Gaudete“ steckt noch mehr. Freut euch! 

Worauf dürfen wir uns in der heftigen Pandemiezeit freuen? Worauf, wenn die Intensivstationen voll sind und gewalttätige Leugner und Gegner des Impfens, Menschen zu Hass und Gewalt aufwiegeln. Worauf freuen?

Auf etwas was immer schon stärker war als alle Boshaftigkeit und Versagen, Krieg und Seuchen, Not und Traurigkeit. 

Wir dürfen uns freuen, weil wir trotzdem Zukunft haben. 

Zukunft zeigt sich überall dort, wo wir uns was Gutes tun. Es kann noch so klein sein. Aber wenn es von Herzen kommt, dann ist alles gut. Gottes Welt ist bei uns. 

Am stärksten zeigt sich Zukunft dort, wo ein Kind geboren wird. 

Denn wo Kinder geboren werden, lebt die Hoffnung, ist Liebe und möchten Menschen mit aller Kraft, dass das Leben gedeihen kann. Gott will es auch. Weihnachten kommt Gott zur Welt und mit ihm eine Liebe, die krisenfest ist.  

Deshalb Gaudete – Freut euch!!

MITTWORT zum 8. Dezember 2021 - Und täglich grüßt das Murmeltier .... ?!?

Einige von ihnen werden den Film kennen. Sein Titel ist so etwas wie ein „ge8lügeltes Wort“ geworden. Ein „ge8lügeltes Wort“, das für das Festhängen in einer Zeitschleife steht. Wiederholung dessen, was man schon hatte und eigentlich auf keinen Fall nochmal so will.

Ja. Und wir haben nun auch so ein Gefühl. Die Wiederholung dessen, was man schon hatte und auf keinen Fall nochmal so wollte: Advent und Weihnachten im Sparmodus. Ohne Weihnachtsmarkt und Weihnachtsfeiern, dafür voller Sorgen und voller Ungewissheit. Keine Konzerte, kein „Jauchzet frohlocket“ live, stattdessen Enttäuschung und Ernüchterung. Vielleicht auch wieder keine Krippenspiele und kein schmetterndes „Oh du fröhliche“.

Wir haben „ES“ nicht in den Griff bekommen. D. h. die Anderen haben es nicht in den Griff bekommen ... egal, ob der Andere nun der dafür oder der dagegen ist, im Zweifelsfall nehmen wir für „den Anderen“ eben einen Politiker. Und so drehen wir uns im Kreis und werden jeden Morgen mit dem selben faden Gefühl der Endlosschleife munter.

Ja, ja - werden Sie denken. Und nun komm du uns mit dem Märchen von dem besser werdenden Menschen, der die Liebe gewinnen muss, um erlöst zu werden.

Oh nein. Glauben Sie mir, das traue ich ja nicht mal mir selber zu. Geschweige denn Ihnen :-) . Dass wir bessere Menschen werden, geduldiger und fürsorglicher, weniger egoistisch und weniger rechthaberisch - nein. Soweit geht mein Optimismus nicht.
Und doch geht er weit darüber hinaus.

Ich vertraue dem, der Liebe schenkt und uns Menschen erlöst. Dem Einen, der zu uns kommt in eine Welt voller Sorgen und Enttäuschungen. Immer wieder dann, wenn es am dunkelsten ist. Ich vertraue dem, der die Menschen unermüdlich anregt, ihr Leben zu überdenken. Zu überdenken, wo ihr Schatz ist und demzufolge ihr Herz.

Die „stille Nacht, heilige Nacht“ war kein Rummel und völlig ohne

„Dschingderassabum“. Sie war ein Geschenk aus Stille, aus Licht, aus Wärme, aus

Zuwendung, aus Demut und Anbetung des Wunders. -

Ja, täglich grüßt das Murmeltier. Es gibt gerade eine Wiederholung dessen, was wir schon hatten und so keinesfalls wieder wollten. Aber es gibt auch - unerschütterlich - das „alle Jahre wieder kommt das Christuskind...“. Er gibt uns nicht auf.
Ich könnte mir vorstellen, dass er seit über 2000 Jahren jedes Mal zu Weihnachten, wenn er uns so erlebt, denkt: Das ist echt eine Wiederholung dessen, was ich 
so nicht wieder wollte.

Aber - er gibt uns nicht auf.
Da sollten wir mal im 2. Jahr des „C“ nicht schon schlapp machen. Sondern wie er versuchen, ein Licht zu sein, das wärmt und leuchtet, wenn es am dunkelsten ist. Uns - und den Anderen.
Vor allem denen, die 
wirklich Angst haben müssen, schlapp zu machen....

Ihre/Eure Claudia Krenzlin

Wir bitten um Unterstützung!

Der Winter steht vor der Tür und die Situation an der polnisch-belarussichen Grenze ist ein Desaster! Die Kälte. illegale Pushbacks und Repression bringen Schutzsuchende in Lebensgefahr.
Eure Spenden werden dringend gebraucht!
Bitte ausschließlich Dinge von dieser Liste abgeben!
Lieber zu groß als zu klein. Dunkle Farben. (grün, braun, schwarz), keine Reflektoren.
Winterjacken, Regenjacken, Hosen/Skihosen, Pullover, Warme Socken, Thermounterwäsche, Handschuhe und Mützen, Winterschuhe, Winterfeste Kinderkleidung.
Rettungsdecken, Notfallzelte, Schlafsäcke und Biwaks, Schlafsäcke und Biwaks, Schlafsackhüllen, Isomatten, Bauplanen, Taschenlampen, Feuerlöscher, Handys, Powerbanks.
Masken, Corona Schnelltests, Desinfektionsmittel, Verbandsmaterial, medizinische Rucksäcke, mobile Krankenliegen, Windeln, Menstruationsartikel.
 
Sammelstellen (Bis 15.12.21) :
Leipzig:
Erdgeschoss, Eisenbahnstraße 125: Montags 16-18
Wagenplatz Scherbelburg (Küchenholzallee 2c): Montags 16 - 18 Uhr
Halle/Saale:
VL (Ludwigstraße 37): Mittwochs 18 - 20 Uhr

2. Advent

Bild: pixabay
2. Advent „Kopf einziehen geht jetzt nicht!“
 
Kopf einziehen und durch oder „Kopf hoch, wird schon wieder“ sagen wir – ein schwacher Trost. Wir sind oft sprachlos, wenn andere in Not sind.
 
Seit fast 2 Jahren leben wir unter der Geisel der Pandemie. Angst und Sorge greifen um sich. Meinungen schlagen aufeinander. Einige reden von der gespaltenen Gesellschaft. Andere sagen, der Spalt war schon lange da, jetzt wird er sichtbar. Wir suchen nach den versöhnenden und erlösenden Worten. Sie sind nicht in Fackelmärschen und Gebrüll zu finden. Wir finden sie in den Worten des Himmels: "Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht." Luk 21.28b
 
Darum: Kopf hoch, damit wir die Versöhnung, den Frieden, das Heilwerden der Gemeinschaft erkennen und weitergeben. Damit wir das tägliche Kommen Christi nicht verpassen. Wer beharrlich mit seiner kleinen Kraft nach Gott Ausschau hält, der wird mit erlösenden Worten beschenkt.
 
Wir wünschen einen besinnlichen zweiten Advent im Kreise der Liebsten! Gebt gut aufeinander Acht!

1. Advent

Bild: pixabay
Am 1. Advent zünden wir eine Kerze an und genießen die vorweihnachtliche Stimmung.
Aber die Stimmung ist gerade im Keller und dort feiern wir nicht Advent.
Die Fenster der Heilandskirche werden in der Adventszeit mit violettem Licht ausgeleuchtet.
Lichtzeichen, die aus der Kirche zu Ihnen strahlen.
Die Farbe violett erzählt, dass ein Neubeginn möglich ist. Weihnachten feiern wir diesen Neubeginn mit der Geburt Jesu. Seitdem hoffen die Menschen, dass Liebe stärker ist als Hass, Gier und Gewalt. Die Sehnsucht danach ist groß und das Hoffen wird nie aufhören. Diese Sehnsucht hat einen Namen: Nächstenliebe.
Jesus sagt: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“ Wenn wir dieses Prinzip dieses menschlichen Miteinanders leben, werden wir die schwere Zeit der Pandemie überwinden und Weihnachten nicht im Stimmungskeller feiern.
Die Botschaft der Adventszeit heißt: Mache dich auf und werde Licht!

Corona Verordnung und kirchliche Angebote

Mit der Corona-Notverordnung ändern sich die Voraussetzungen für kirchliche Angebote!

Der Kirchenvorstand der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Leipzig-Lindenau-Plagwitz hat auf seiner Sitzung am 25.11.2021 folgende Vorgehensweisen bis zu einer Änderung der Notverordnung beschlossen.

Gottesdienste:

Gottesdienste finden unter der 3 G – Regel statt. Alle Besucher*innen müssen einen Nachweis vorzeigen können, aus dem hervorgeht, dass man genesen, geimpft oder ein gültiges Testzertifikat hat. Im Gottesdienst gelten weiterhin die AHA-Regeln (Abstand, FFP2- Masken) und Kontaktnachverfolgung.

Gruppen und Kreise:

Für die Treffen in Gruppen und Kreisen müssen erneut digitale oder kreative Lösungen gefunden werden. In Präsenz sind Treffen ab dem 22. November 2021 nicht mehr möglich. Selbiges gilt auch für Proben und Konzerte im Bereich Kirchenmusik.

Für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen gilt, dass nach digitalen oder anderen kreativen Lösungen auszuweichen ist.

Gremiensitzungen:

Die Sitzungen von Gremien finden ausschließlich digital statt.

Öffnungszeiten des Gemeindebüros:

Die Mitarbeiter*innen des Büros sind im Homeoffice. Das Büro ist nur für Abholung von Gegenständen oder in dringenden Fällen geöffnet. Bitte um Voranmeldung unter (0341- 4801939).

Pfarrer Martin Staemmler-Michael ist unter 0170-589 56 26 zu erreichen.

Chanukka beziehungsweise Weihnachten

Eine jüdische Stimme
Wenn ringsum alle Zeichen auf Advent und Weihnachten stehen, feiern Jüdinnen und Juden Chanukka. Acht Tage lang wird das jüdische Lichterfest begangen, das an den Aufstand der Makkabäer gegen die Griechen im 2. Jahrhundert v.d.Z. erinnert. Nach schweren Kämpfen wurde der geschändete Jerusalemer Tempel erobert und wiedereingeweiht. Ein kleines Ölkrüglein reichte wundersam aus, um den Leuchter acht Tage lang am Brennen zu halten. Darum zünden Jüdinnen und Juden an der achtarmigen Chanukkiah jeden Tag ein Licht mehr an, bis am achten Tag alle acht Kerzen brennen. Die wachsende Kraft des Lichts strahlt Hoffnung aus und lässt die Dunkelheit weichen.
Chanukkah ist ein Fest der kulturellen Selbstbehauptung. Beim abendlichen Lichterzünden versammeln sich Familie und Freunde; sie stellen die Chanukka-Leuchter ins Fenster, um der Welt von Gottes Wundern zu erzählen. Singen, spielen, Geschenke für die Kinder und in Öl gebackene Köstlichkeiten wie Latkes und Pfannkuchen machen jeden Abend zu einem Fest.
– Rabbinerin Dr.in Ulrike Offenberg
 
*
 
Eine christliche Stimme
„Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.“ Wenige Sätze, und eine ganze Geschichte steht vor dem inneren Auge. Eine Geschichte von Obdachsuche und Heimat, von wunderbarer Geburt und großen Verheißungen, die in der Nacht aufleuchten. Es ist das Evangelium, das in der Heiligen Nacht in den Kirchen gesungen wird.
Das Weihnachtsfest hat eine lange Geschichte und ist in den Kirchen der Christenheit unterschiedlich ausgeprägt. Am 25. Dezember ist es in Rom erst seit dem Jahr 336 bezeugt. Von Ägypten her kommt das Fest Epiphanie, die Erscheinung des Herrn vor der Schöpfung, das in den Ostkirchen im Zentrum des Weihnachtsfestes steht. Deshalb wird an diesem Tag eine feierliche Segnung des Wassers begangen.
Im Westen wiederum ist das Epiphaniefest am 6. Januar mit der Ankunft der „Heiligen drei Königen“ verbunden, den Vertretern der Völker vor dem König in der Krippe.
Natürlich stellen sich alle Christinnen und Christen eine Geschichte vor, am liebsten die innigste, die mit der Kindheit verbunden ist. Vielleicht ist sie die wahrste. Denn sie verbindet mit dem Staunen über die wundervolle Botschaft: „Die Gnade Gottes ist erschienen um alle Menschen zu retten.“ (Tit 2,11)
– Prof. Dr. Margareta Gruber OSF
Lehrstuhl für Exegese des Neuen Testaments und Biblische Theologie
Philosophisch-theologische Hochschule Vallenda

Als das Gewandhausorchester in der Heilandskirche Schallplatten aufnahm

In den 1960er und 70er Jahren nahm das Gewandhausorchester in der Heilandskirche eine Vielzahl an Tonträgern auf, einige davon unter Leitung des renommierten, damaligen Gewandhauskapellmeisters Vaclav Neumann. Die besondere Akkustik (noch vor Einzug der Zwischendecke) sowie ein nicht vorhandenes, eigenes Konzerthaus (zerstört im 2. Weltkrieg) machten das möglich. Zu diesem Zweck wurde u.a. im Zeitraum der Aufnahmen die Erich-Zeigner-Allee abgesperrt. Stücke von Gustav Mahler, Franz Liszt bis hin zu Christoph Willibald Gluck erklangen u.a. unter Mitwirkung des Rundfunkchores Leipzig in der Heilandskirche. Die fantastische Aufnahme aus dem Jahr 1966/67 von C.W. Gluck's "Orfeo ed Euridice" findet man auf Spotify.
 
 
Viel Spaß beim Hören!
 
Gewandhausorchester und Rundfunkchor Leipzig unter Leitung Vaclav Neumann
Ort: Heilandskirche Leipzig
Jahr: 1966/67

Absage Taizé-Gebet am Sonntag, 21. November 2021

Liebe Taizé-Freunde,
 
beim Eintritt der Überlastungsstufe ist das Singen in der Kirche nicht mehr möglich bzw. an sehr einschränkende Regeln geknüpft. Schweren Herzens sagen wir deshalb das nächste Taizé-Gebet am Sonntag, 21. November 2021, in der Heilandskirche ab. Aber vielleicht habt ihr Lust, in eurer eigenen häuslichen Gemeinschaft zu singen. Dafür ist ein Vorschlag mit Liedern und Texten im Anhang. Wir hoffen sehr, dass wir uns bald wieder zu den Taizé-Andachten treffen können.
Ab Dezember 2021 gibt es dabei eine Veränderung: Wegen Bauarbeiten in der Heilandskirche werden wir mit den Taizéandachten bis zum Sommer 2022 in die Bethanienkirche umziehen.
 
 
Die nächsten geplanten Termine dafür sind:
19. Dezember 2021, 20 Uhr, Bethanienkirche
23. Januar 2022, 20 Uhr, Bethanienkirche
20. Februar 2022, 20 Uhr, Bethanienkirche
 
Wir freuen uns, wenn Ihr uns schreibt, auch Liedwünsche und andere Vorschläge sind willkommen.
 
Eine gesegnete Zeit wünschen
Franziska und Rainer Kraft

Worte für den Tag

Liebe Leser der Texte “Worte zum Tag”!

https://www.kirche-lindenau-plagwitz.de/worte-des-tages.html

Fr. 19.11.21 Vorweihnachtliches Flötenkonzert

Foto: S. Mischke
Vorweihnachtliches Flötenkonzert mit Schüler*innen der Musikpädagogin Sophie Mischke. 
 
Eintritt: Spende
Einlass: 16.45 Uhr
Beginn: 17:00 Uhr
 
Hinweise (COVID-19) zur Veranstaltung:
Es gilt 2G!
- Nachweis / Vollständig geimpft
- Nachweis / Status Genesung
 
Generelle Maskenpflicht/ Kontaktnachverfolgung

Niemals Vergessen!

 

 

 

Heilandskirche History: Schillernde Persönlichkeiten

Foto: Ev.-Luth. KG Leipzig-Lindenau-Plagwitz
Die Industrialisierung hat Plagwitz in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts grundlegend verändert. Mitten in der Aufbruchsphase entstand die Heilandskirche. Hier geben wir in der nächsten Zeit Einblicke in unsere Recherchen. Mitglieder des ersten Kirchenvorstandes und Mitinitiatoren des Baus der Heilandskirche (1886-1888) waren: Fabrikbesitzer Herr Mügge (Eisengießerei), Brauereibesitzer und Betreiber des Felsenkellers Th. Naumann (Schenkung der ersten Glocken); Ernst Mey Fabrikbesitzer/ MEY & EDLICH und Begründer des dt. Versandhandels (Stiftung der Wilhelm Sauer Orgel) . Zum Kirchenvorstand gehörte der Fabrikdirektor der Wollgarnspinnerei, Herr Hermann Pfabe. Der Kirchgemeinde eng verbunden war die Familie Rudolph Sack (Landmaschinenfabrik, Marktführer in Deutschland f. Bodenbearbeitungsgeräte, Patente in den USA und weltweit). Auf dem Plagwitzer Parkfriedhof können heute die großen Grabmale über den Grüften der Industriellen besichtigt werden. Die enge Verbindung zwischen Wirtschaft und Kirche hat einerseits den Bau ermöglicht, andererseits auch Haltungen geprägt.
 
Bild: Heilandskirche Erntedank um 1920

Fällt aus! Do.18.11.21 - Heiländer Spezial "Frau Holle"

Bild: STZ
Das Paulinsche Papiertheater präsentiert im Rahmen eines Heiländer Spezial das Märchen “Frau Holle“! 
Dazu möchten wir alle kleinen und großen Papiertheaterfreunde am Donnerstag, den 18.11.21 um 16.30 Uhr herzlich in die Winterkirche zu einer weiteren Vorstellung des weltberühmten Papiertheaters einladen.
 
Der Eintritt ist frei, über eine kleine Spende zugunsten des STZ würden wir uns sehr freuen.
 
Für Kinder ab 4 Jahren!
 
Einlass: 16.15 Uhr
Beginn der Vorstellung: 16.30 Uhr
 
Hinweise (COVID-19) zur Veranstaltung:
Es gilt 2G!
- Nachweis / Vollständig geimpft
- Nachweis / Status Genesung
Generelle Maskenpflicht/ Kontaktnachverfolgung

Johann Sebastian Bach's Weihnachtsoratorium in Tabor

 

 

 

 

Do.21.10.21 - Heiländer Spezial "Vom Fischer und seiner Frau“

Bild: F. Barisch
Das Paulinsche Papiertheater präsentiert im Rahmen eines Heiländer Spezial das Märchen “Vom Fischer und seiner Frau“! Dazu möchten wir alle kleinen und großen Papiertheaterfreunde am Donnerstag, den 21.10.21 um 16.30 Uhr herzlich in die Winterkirche zu einer weiteren Vorstellung des weltberühmten Papiertheaters einladen. 
 
Der Eintritt ist frei, über eine kleine Spende zugunsten des STZ würden wir uns sehr freuen. 
 
Für Kinder ab 4 Jahren!
 
Einlass: 16.15 Uhr
Beginn der Vorstellung: 16.30 Uhr
 
Hinweise (COVID-19) zur Veranstaltung:
3G - Tagesaktueller Test/ Testzentrum
- Nachweis / Vollständig geimpft
- Nachweis / Status Genesung
Generelle Maskenpflicht/ Kontaktnachverfolgung

Die.19.10.21 / 19.00 Uhr - Grundeinkommen - Ein Reformvorschlag für Deutschland und Europa in der Diskussion

Foto: R. Blaschke

Vortrag und Diskussion mit Ronald Blaschke, Netzwerk Grundeinkommen

Ronald Blaschke führt in das spannende Thema Grundeinkommen ein. Was ist das, welche Ansätze gibt? Wie läuft die Diskussion in Deutschland?
Ein weiterer Schwerpunkt des Vortrags und der gemeinsamen Diskussion liegt auf der Einführung von Grundeinkommen in der EU.
Dazu wird auch die Europäische Bürgerinitiative (EBI) Grundeinkommen (www.ebi-grundeinkommen.de) und die Konferenz zur Zukunft Europas vorgestellt.

Ronald Blaschke ist Mitgründer des Netzwerks Grundeinkommen in Deutschland und des europäischen Netzwerks Unconditional Basic Income Europe. Er ist Mitherausgeber mehrerer Bücher und Autor zahlreicher Beiträge zum Grundeinkommen. Zur Zeit koordiniert er mit anderen die EBI Grundeinkommen in Deutschland und in der EU.

Veranstalter: Netzwerk Grundeinkommen, https://www.grundeinkommen.de

 

Datum: Die. 19.10.21, Eintritt: Frei, Einlass: 18:30 Uhr, Beginn: 19:00 Uhr

Hinweise (COVID-19) zur Veranstaltung:
3G - Tagesaktueller Test/ Testzentrum
- Nachweis / Vollständig geimpft
- Nachweis / Status Genesung
Generelle Maskenpflicht/ Kontaktnachverfolgung

Fr.15.10.21 - Konzert mit dem Jugendblasorchester Pomáz (Ungarn)

Bild: Jugendblasorchester Pomàz
Das Jugendblasorchester Pomáz wurde im Jahr 1993 gegründet. Das Ensemble hat ungefähr 50 Mitglieder und gibt in Ungarn und europaweit thematische Konzerte. Das Repertoire ist sehr vielfältig: von klassischer Musik über Filmmusik bis hin zu Werken zeitgenössischer Komponisten. Die Besonderheit der Werke für das Bach-Festival besteht darin, dass sie durch den Dirigenten für Kirchenakustik instrumentiert wurden.
 
Mit Stücken von G.F. Händel, J. S. Bach sowie L. Mozart sowie und unter Leitung von Zoltán Szèplaki
 
Eintritt: Spende (keine Reservierung, kein Vvk.) 
Einlass: 16.30 Uhr
Beginn: 17:00 Uhr
 
Hinweise (COVID-19) zur Veranstaltung:
3G - Tagesaktueller Test/ Testzentrum
- Nachweis / Vollständig geimpft
- Nachweis / Status Genesung
Generelle Maskenpflicht/ Kontaktnachverfolgung
 
Veranstalter: Jugendblasorchester Pomàz

Mo.27.09.21 - Theologischer Montag - Gespräche über Gott und die Welt im Leipziger Südwesten

Neue Reihe zum Thema Mission -
An diesem Abend "Mission - Postkolonial?
Zu Gast: Ravinder Salooja, Direktor des Leipziger Missionswerks

Eintritt: Spende
Beginn: 19:30 Uhr
 
Hinweise (COVID-19) zur Veranstaltung:
3G - Tagesaktueller Test/ Testzentrum
- Nachweis / Vollständig geimpft
- Nachweis / Status Genesung
Generelle Maskenpflicht/ Kontaktnachverfolgung

Umbau der Heilandskirche zum stadtteiloffenen Zentrum “Westkreuz” – Bereicherung für Leipziger Stadtgesellschaft

Quelle: Claudia Maicher
Das Stadtteilzentrum Westkreuz kommt! Mit der Unterstützung des Freistaates Sachsen und dem Engagement von Frau Dr. Claudia Maicher (MdL Bündnis90/Die Grünen) bauen wir für die Menschen im Stadtteil einen besonderen Treffpunkt. Eine offene Kirche für alle wird Wirklichkeit. Es ist ein Ort, an dem Toleranz, Respekt und Menschenwürde gemeinsam gelebt wird.
 
 
 

Wir radeln für das Westkreuz!

Foto: Stadtradeln.de
Wie jedes Jahr findet vom 10. bis 30. September wieder das Stadtradeln in Leipzig statt.
Mit dem Team „Westkreuz – Heilandskirche“ wollen wir dabei auf unser Stadtteilzentrum aufmerksam machen. Gleichzeitig rufen wir dazu auf, für jeden geradelten Kilometer einen kleinen Betrag an das Westkreuz für den bevorstehenden Bau zu spenden. Dies können 1 Ct, 10 Ct oder sogar 1 € sein.
So geht’s:
Radler*innen melden sich unter https://www.stadtradeln.de/ an. Beim Registrieren dann in der Leipziger Liste das „Westkreuz - Heilandskirche“ auswählen und schon fahrt ihr mit uns durch die Stadt! Die Strecken werden online eingetragen oder per App erfasst. Wer nicht immer Zugang zum Internet hat, kann seine Radkilometer noch bis zum Ablauf des Stadtradeln-Zeitraums nachtragen.
Wer will, vergoldet unsere Kilometer noch und unterstützt uns beim Aufbau des Westkreuzes. Meldet euch bitte bei uns, wenn ihr dies tun wollt. Informationen zum Westkreuz und Spendenmöglichkeiten findet ihr unter www.westkreuz.org.
Je mehr mitmachen, desto mehr Kilometer schaffen wir! Seid dabei!
 
Euer Team Westkreuz – Heilandskirche
 

Tag des offenen Denkmals 2021

Foto: D. Puchta

Durch die Führungen am 12.09.2021 um 11 und 14 Uhr erhalten Sie einen Einblick in die wechselvolle Geschichte der von Johannes Otzen entworfenen und zwischen 1886-88 erbauten Heilandskirche sowie einen Ausblick in den anstehenden Umbau in das Stadtteilzentrum Westkreuz. Um 12.30 Uhr lädt Sie Kantor Andreas Mitschke zu einer Orgelführung und einem kleinen Konzert an unserer Sauer-Orgel, der ältesten noch erhaltenen ihrer Art in Sachsen, ein.

 

 

9. Tag der Industriekultur Leipzig - Sauer im Westen II - Techno der Gründerzeit

Foto: D. Puchta
Das wird ein ganz besonderer Abend. Im Rahmen der "9. Tage der Industriekultur Leipzig" gibt es ein Konzert, gespielt auf der ältesten Wilhelm Sauer Orgel Sachsens in der von Johannes Otzen (1886-1888) entworfenen und erbauten Heilandskirche.  Bekannte Persönlichkeiten der Stadt Leipzig wie z.B. Ernst Mey (Edlich & Mey)/ Stifter der W. Sauer Orgel, Rudolph Sack (Landmaschinenfabrik Rudolph Sack) sowie Hermann Pfabe (Direktor der Leipziger Wollgarnspinnerei) u.a. waren Teil der Gemeinde. 
 
Industriekultur und Musik – gibt es da Berührungspunkte?
 
Die Industriearchitektur zur Gründerzeit ist wahrscheinlich das offensichtlichste Zeugnis einer engen Verbindung zwischen Kunst und Industrie in Leipzig Plagwitz. Anders als heute war es Fabrikanten wichtig, die Bedeutung ihres Unternehmens auch (städte-)baulich ästhetisch zu präsentieren. Durch Aufbau und Förderung der Industrie entwickelte sich ein Lebensgefühl und ein industriell geprägter Alltag, wodurch sich auch andere Künste wie die Malerei und die Bildende Kunst inspirieren ließen. Aber auch in der Musik versuchten Komponisten ihre jeweiligen Lebensumstände in eine musikalische Sprache zu übersetzen und in musikalischen Bildern festzuhalten. Die wohl berühmteste musikalische Darstellung eines industriellen Prozesses ist sicher die „Eisengießerei“ für großes Symphonieorchester von Alexander Mossolow aus dem Jahr 1928, gefolgt von Arthur Honeggers musikalischer Beschreibung der Fahrt einer Dampflock in seinem Stück „Pacific 231“ (1923). Aber auch in der Orgelmusik gibt es Anknüpfungspunkte. Für die Einweihung der großen Konzertorgel im Trocadéropalast zur Weltausstellung 1878 in Paris schrieb César Franck sein Pièce héroique. Charles Marie Widor und Leon Boëllmann ließen sich in ihren berühmten Toccaten vom gleichförmigen Rhythmus industrieller Maschinen inspirieren. Letztere zeichnet sich auch durch motivische Nähe zu Bachs c-Moll-Präludium aus dem ersten Teil des Wohltemperierten Claviers aus, welches später den Beinahmen „Nähmaschinen-Präludium“ erhielt und den Auftakt des Konzertes bilden soll. Freuen Sie sich auf abwechslungsreiche industriell inspirierte Orgelmusik auf der großen Sauer-Orgel aus der Gründerzeit und der holländischen Orgel aus der Postmoderne.
Es spielen die Kantoren Stephan P. Audersch und Andreas Mitschke u. a. Stücke von Honegger, Franck u. Boëllmann.
 
Datum: Mi. 08.09.2021
Einlass: 20.30 Uhr
Beginn: 21.00 Uhr
Eintritt: Spende erbeten
Reservierungen unter: sandro.standhaft@evlks.de

SJAEL LA VIE - das Mikrofestival der Vokalmusik in Leipzig

Foto: Sjaella
Was ist Sjaella? Diese Frage lässt sich in wenigen Sätzen nicht beantworten. Dass sechs Mädchen im Teenageralter sich im Jahre 2005 zusammengetan haben, um gemeinsam zu singen, und 16 Jahre später als bahnbrechend für die Erweiterung der klassischen Frauenchorliteratur gelten, ist zu kurz gegriffen. Dazwischen liegt eine Geschichte aus Musik, Klang, Kreativität, Neuerfindung, Selbsterfahrung, Erwachsenwerden, Perfektionsdrang, Schmerz, Freundschaft, Krise, Liebe... Und diese Geschichte wird in jedem Konzert der des Ensembles für das Publikum hör- und spürbar. Sjaella ist aufgrund der Verschiedenartigkeit seiner Mitglieder immer anders, immer neu und ein Vorbild für viele junge Frauen.
Nach Jahren voller Proben, Konzerte, Reisen, gewonnener Wettbewerbe konnten sich die sechs Sängerinnen in der Zeit der verordneten Ruhe während der Pandemie ihrem bisher größten gemeinsamen kreativen Prozess widmen. Sjaella hat die erlebte Zäsur und die dadurch intensive Begegnung mit sich selbst im aktuellen Programm
»Origins« (Ursprünge) verarbeitet. Hierbei wurde Vokalmusik aus dem 17., 20. und 21. Jahrhundert neu arrangiert oder komponiert und in einen dramaturgischen Einklang gebracht. Zahlreiche renommierte Komponistinnen und Komponisten waren am Werk, und auch eigene Kreationen sind dabei. Feiern Sie mit Sjaella und erleben Sie zwei spannende Konzerte anlässlich des 16. Geburtstages des Ensembles!
INTRO
27.08.2021
19:30 Uhr
Heilandskirche Leipzig-Plagwitz
Sjaella reflektiert innere und äußere Prozesse gemeinsam mit der Obertonsängerin Anna- Maria Hefele aus Österreich
OUTRO
28.07.2021
19 Uhr
Schaubühne Lindenfels Leipzig-Plagwitz
Sjaella feiert mit seinem Publikum und Quintense das Ende der Stille mit einem Folk-/ Jazz-Abend
 
Tickets: Erhältlich bei CULTON (Peterssteinweg 9, 04107 Leipzig) und Musikalienhandlung M. Oelsner (Schillerstraße 5, 04109 Leipzig).

(Nur insgesamt 90 Tickets verfügbar)

Schafft sichere Fluchtwege aus Afghanistan!

Foto: change.org
"Die Würde des Menschen ist unantastbar" so steht es in Artikel 1 des Grundgesetzes. Wir als Christen fühlen uns diesem wichtigen Leitsatz aus tiefer Überzeugung verpflichtet, ohne religiöse, kulturelle und soziale Grenzen. Die aktuelle Situation in Afghanistan bedroht alle die, welche diesem Prinzip folgen. Neben der Machtergreifung der Taliban, sind auch Fehleinschätzungen westlicher Regierungen und die der Bundesregierung Gründe für die Bedrohung.
Nun müssen zwingend Maßnahmen ergriffen werden, um gefährdete Afghan*innen und deren Angehörige, die sich für Demokratie, Bildung und Menschenrechte eingesetzt haben, in Sicherheit zu bringen.
 
Vor Kurzem startete die Hilfsorganisation Sea-Eye eine Petition, welche die Bundesregierung an diesen Artikel erinnern soll und sie auffordert, die Grundwerte zu sichern und weltweit dafür einzustehen.
Unterstützen auch Sie gemeinsam mit derzeit 250.000 anderen Menschen den Aufruf „Schafft sichere Fluchtwege aus Afghanistan!“ auf der Plattform change.org und leisten Sie damit einen Beitrag zur Wahrung der Menschenwürde.
 
Das Team des Stadtteilzentrum Westkreuz

Stellenausschreibung

„Projekt–Raum–Kirche“
 
Ausschreibung: innovative Projektstelle / 75% Gem.päd. / Leipziger Südwesten
 
Für unsere gemeindepädagogische Arbeit in den jungen, dynamischen Gemeinden und Stadtteilen des Leipziger Südwestens suchen wir jemanden (m/w/d), der durch vielseitige Angebote Menschen innerhalb und außerhalb der Gemeinden erreicht.
Wenn du selbstständig arbeitest und Herausforderungen liebst, gern mit anderen gemeinsam Projekte etablierst und Netzwerke knüpfst, dann bewirb dich bei uns!
Wir wollen mit dir zusammen Glauben in einem säkularen Umfeld neu denken und leben.
Hier organisierst und gestaltest du unter dem Titel „Projekt-Raum-Kirche“ kreative Angebote in den verschiedenen Stadtteilen mit örtlichen Partnern.
Wir bieten dir eine abwechslungsreiche Aufgabe, selbstverständlich ein Arbeitszimmer und Arbeitsmaterialien. Du arbeitest in einem tollen Team mit Erfahrungen in der Projektarbeit, welches dich in deiner Kompetenzentwicklung begleitet.
Für diese Aufgabe solltest du offen auf Menschen zugehen können, Spaß an Projektarbeit, an Organisation und Teamarbeit haben, etwas Neues mit uns wagen wollen, dabei mit Rückschlägen umgehen können, evtl. Erfahrungen mit Öffentlichkeitsarbeit und vielleicht sogar Drittmittelakquise haben.
 
Geplanter Dienstbeginn ist der 01. November 2021. Die Stelle ist zunächst auf vier Jahre befristet mit der Verlängerungsmöglichkeit auf acht Jahre. Voraussetzung ist die Mitgliedschaft in einer Gliedkirche der EKD.
Deine vollständige Bewerbung sendest du bitte bis zum 12.09.2021 an die Kirchgemeinde Lindenau-Plagwitz (Weißenfelser Str. 16 / 04229 Leipzig) oder per mail an Sebastian.Ziera@evlks.de.
Die Bewerbungsgespräche werden vorrausichtlich am 27.09.2021 stattfinden.
Weitere Informationen erteilt dir Pfarrer Dr. Sebastian Ziera (Sebastian.Ziera@evlks.de / Tel.: 0178 14 90 150).
 

Endlich Ferien!

Foto: pixabay

Wir wünschen einen schönen Sommer und eine erholsame Urlaubszeit!

 

 

 

 

 

Auszeit vom Alltag: Schabbat beziehungsweise Sonntag #beziehungsweise

Eine jüdische Stimme
Höhepunkt jeder Woche ist der Schabbat, der siebente Schöpfungstag, an dem wir in Nachahmung Gottes von unserem Tagewerk ruhen sollen. Die Geschäftigkeit des Alltags soll pausieren, damit wir uns an diesem Tag anderen Dingen widmen können, für die sonst wenig Zeit bleibt: Familie, Freunde, Torahstudium, Gottesdienst und Geselligkeit in der Synagoge, Ausruhen und Auftanken. Schabbat meint nicht untätiges Herumsitzen, sondern aktives Streben nach anderen Dimensionen unseres Seins. Als Hilfestellung formulierte die jüdische Tradition einen umfangreichen Katalog von Tätigkeiten, die nicht verrichtet werden sollen, damit wir Ruhe finden und diese Freiheit von Arbeit ebenso den Menschen und sogar auch den Tieren in unserer Umgebung gewähren.
Der Schabbat ist kaum denkbar ohne die festlichen Mahlzeiten im Kreis von Familie und Freunden, eingeleitet von Segenssprüchen über Kerzen, Wein und zwei geflochtene Brotzöpfe. Die Gebete und Lieder in der Synagoge preisen Gottes Schöpfungswerk, im Morgengottesdienst steht die Lesung des Wochenabschnitts der Torah im Zentrum. Dieser Text ist auch der Fokus von Torahstudium und -auslegungen an diesem Tag. Diese aktiven Phasen des Schabbats wechseln ab mit Zeiten der Ruhe und des Kraftschöpfens, bis dann am Samstagabend mit der Hawdalah-Zeremonie, dem Segen über Wein, Licht und Gewürze, die Rückkehr in den Alltag erfolgt.
 
– Rabbinerin Dr.in Ulrike Offenberg
 
Eine christliche Stimme
Gott sei Dank, es ist Sonntag! Aber was ist das eigentlich, der Sonntag?
- Jeder Sonntag ist ein Ostertag. Das macht ihn schön.
- Stirbt der Sonntag am Wochenende? Der Sonntag ist nicht der letzte, sondern der erste Tag der Woche, der Tag nach dem Sabbat.
- In einem neuen Licht. Gott lässt seinen Christus nicht in der Nacht.
- Da kommt Freude auf. Der Ostertag, und der wöchentliche Ostertag, ist der erste Tag einer verwandelten Wirklichkeit. Lassen wir das zu? Lassen wir uns aufrichten, üben wir – nicht nur - sonntags den aufrechten Gang?
- Tag des Herrn. Nicht des Vorstandsvorsitzenden Herr Dr. Müller, sondern eines aus dem Tod geretteten Gerechten. Des, in Gottes Spur, radikal anderen Herrn.
- Der Sonntag ist „der achte Tag“. Acht, Symbolzahl der Vollendung und der Ruhe. Acht Menschen birgt die Arche. Taufbecken sind oft achteckig. Grund zum Lebensmut, zu einem Leben in heiterer Gelassenheit: Freude.
Heute kämpfen Kirchen und Gewerkschaften gemeinsam um die Bewahrung des Sonntags, um seine aus Zwängen und Routinen befreiende Kraft. Wir haben es vom Sabbat gelernt. Haben wir es gelernt? In Zeiten von Corona, des rund-um-die-Uhr-Home-Office, in Zeiten, in denen wir mit einem Click alles jederzeit bestellen können, ein vergeblicher Einsatz? Treue Erinnerung an die Ursprünge - hilft.
 
– Prof. Dr. Susanne Sandherr

Fertigstellung "Begegnungsfläche am Westkreuz"

Im Juli konnten wir die Arbeiten am Projekt „Begegnungsfläche am Westkreuz“ abschließen. Das beinhaltete die Aufwertung des Außenbereichs. In Grundstückshöhe der Erich- Zeigner- Allee wurden Fahrradständer gesetzt und in den Nischen der Heilandskirche zwei Bänke installiert. In Anlehnung an die Industrie Geschichte des Stadtteils Plagwitz und unserer Kirche, wurden dafür Stahlträger und Bahnschwellen verbaut. Das alles umgibt ein Rankgerüst mit Bepflanzung. Für Konzept und Umsetzung konnten wir den Fotografen Marcel Mischke gewinnen. Der Gehweg am hinteren Teil der Kirche wurde ausgebessert, erhielt seinen ursprünglichen Verlauf wieder und die sich anschließende Rasenfläche wurde neu begrast. Die Beete und Rabatten wurden frisch bepflanzt und stehen derzeit in voller Blüte. Des Weiteren konnten Stühle und Tische für den Außenbereich angeschafft werden.  
 
Wir bedanken uns herzlich bei "Sachsen macht mit" (Sächsische Mitmach-Fonds) für das Vertrauen und die unkomplizierte Bereitstellung der Projektgelder! 

WIR SETZEN EIN ZEICHEN MIT KLIMABÄNDERN!

Quelle: KLIMABAENDER.DE
Wir freuen uns ein Teil der Aktion "KLIMABÄNDER" zu sein, denn Klimaschutz geht alle an! 
Ab Mittwoch, den 21.07.2021 bis Anfang September können die Bänder in unserer Sammelstelle abgegeben werden. Diese finden Sie im Hauptportal der Heilandskirche. 
 
Info:
WIR SETZEN EIN ZEICHEN MIT KLIMABÄNDERN!
Die nächsten 3 Jahre entscheiden über unsere Zukunft hinsichtlich des Klimawandels. Mit der Aktion Klimabänder wollen wir die Klimapolitik in den Fokus der Bundestagswahl rücken. Wir wollen gemeinsam mit allen Menschen, denen das Klima am Herzen liegt, ein Zeichen setzen: Für den Erhalt der Erde. Für eine sinnvolle Klimapolitik. Für die Relevanz der Klimafragen.
Wochenlang werden in ganz Deutschland die Klimawünsche der Menschen gesammelt und im öffentlichen Raum sichtbar aufgehängt. Jede:r einzelne kann Klimabänder basteln, beschreiben, aufhängen und sammeln. Ab Mitte August werden alle Klimabänder nach und nach eingesammelt und klimaneutral mit Fahrrädern nach Berlin gefahren. #klimabaender
 
Hier finden Sie weiterführende Informationen zur Aktion:

Neuer Termin Baubeginn Stadtteilzentrum Westkreuz

Leider hat sich der Baubeginn ein weiteres Mal verschoben. 

Der neue Termin ist der 26.11.2021.

 

 

Abendmahl

Liebe Gemeindeglieder und Gäste, 

wir freuen uns, wieder mit Ihnen das Abendmahl feiern zu können. 

 

 

 

 

 

 

Wir lassen uns gern überraschen!

Foto: E. Oesterreich
Mit großer Freude und Dankbarkeit nahmen wir heute einen Spendenscheck in Höhe von 2.500,- Euro entgegen. Die Bethanienkirchgemeinde unterstützt mit dieser Spende den Aufbau des Stadtteilzentrum Westkreuz in der Heilandskirche. Der Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Herr Enge übergab den Scheck an Frau Österreich aus dem Kirchenvorstand Lindenau-Plagwitz. Es ist ein starkes Zeichen der Gemeinsamkeit und der Offenheit für die Stadtgesellschaft.
Wir freuen uns auf ein weiteres gutes Zusammenarbeiten der beiden Kirchgemeinden. Wir sind eine Kirche und offen für die Menschen unserer Stadt.
 
Auf dem Foto von links nach rechts Pfarrer M. Staemmler-Michael (Heiland/Westkreuz), Konstantin Enge (Bethanien), Dr.des. N. Oesterreich (Heiland/Westkreuz), S. Standhaft (Heiland/Westkreuz)
 
Weitere Informationen unter: https://westkreuz.org
 
 
 

Westkreuz.org!

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Hier gibt es Informationen rund um den bald beginnenden Ausbau des Stadtteilzentrums "Westkreuz" und zum Spendenaufruf. 
 
Westkreuz ist der Name unseres Stadtteilzentrums. Es befindet sich in der Heilandskirche. Sie wurde zur Zeit der Industrialisierung mit Unterstützung Leipziger Firmen (Mey & Edlich; Rudolph Sack, C.W. Naumann Brauerei u.v.m.) errichtet. Heute wollen wir dieses imposante Bauwerk für die Gesellschaft neu aufschließen.
Mit dem Umbau der Kirche entsteht eine Verbindung von sakralem Raum, gründerzeitlichem Industriecharme und modernem Lebensstil. Kommunikationsräume für Begegnung, Glaube und Kultur öffnen sich.
Eine neue Beziehung zwischen dem Gebäude und den Menschen im Stadtteil wächst in den Stadtteil hinein.
Wir gestalten gemeinsam mit Künstler*innen, Vereinen und Schulen neues Leben in alten Mauern.
Nach der Fertigstellung des Umbaus im Jahr 2022 haben Familienfeste, Seminare, Konzerte, Ausstellungen, Theater, Podiumsdiskussionen hier ebenso ihren Platz, wie Treffpunkte für Menschen aller Generationen und Religionen.
 
Hier gehts's zu den Informationen: https://westkreuz.org

Les Magnétiques

Foto: Elemag Pictures / Steffen Junghans
Die bei uns in der Heilandskirche Leipzig-Plagwitz im Dezember 2019 abgedrehte Arte Filmproduktion "LES MAGNÉTIQUES" von Vincent Maël Cardona, wird im Rahmen der diesjährigen "Internationalen Filmfestspiele Cannes 2021" premiert und somit erstmals öffentlich zu sehen sein. Das finden wir ziemlich toll. Sobald es möglich ist , zeigen wir den Film in oder an der Heilandskirche. Darauf freuen wir uns sehr. Wir wünschen dem Regisseur, den Schauspielern und dem gesamten Team viel Erfolg! #festivaldecannes2021
 
Hier gibt's Informationen zum Film: https://port-prince.de/projekt/die-magnetischen/
 
 
 

#beziehungsweise

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Eine jüdische Stimme
Das Judentum misst Namen eine große Bedeutung zu, denn sie sind Ausdruck der Zugehörigkeit eines Individuums zu Familien- und Gemeindetraditionen. Außerdem hegen Eltern die Hoffnung, dass sie ihrem Kind mit einem wohlklingenden, beziehungsreichen Namen ein positives Vorzeichen auf seinen Lebensweg mitgeben. Die Namensgebung ist bei Jungen Teil der Beschneidungszeremonie am 8. Lebenstag. Bei Mädchen wird der Name nach der Geburt im Rahmen einer Torahlesung in der Synagoge verkündet. In den letzten Jahrzehnten ist es üblich geworden, auch für Mädchen ein eigenes Ritual der Namensgebung zu feiern. Viele Kinder haben daneben noch einen „bürgerlichen“ Namen, der ihr offizieller Rufname ist.
Bei der Entscheidung für einen Namen werden häufig je nach regionalem Brauch verstorbene oder lebende Familienmitglieder geehrt, die auf diese Weise symbolisch das Kind durch das Leben begleiten. Daneben stehen eine Fülle biblischer Namen zur Auswahl und auch Namen, die Bezüge zum jüdischen Jahreskreis, zur Natur und zu erwünschten Charaktereigenschaften aufweisen. Die Eltern sind Teil des Namens, denn man wird stets als „X, Sohn/Tochter von Y und Z“ aufgerufen.
– Rabbinerin Dr.in Ulrike Offenberg
*
Eine christliche Stimme
„Jetzt aber – so spricht der HERR, der dich erschaffen hat, Jakob, und der dich geformt hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich ausgelöst, ich habe dich beim Namen gerufen, du gehörst mir!“ (Jes 43,1)
Bei der Taufe wird der Ruf, den der Ewige an alle Menschen richtet, als Ruf-Name in die Taufformel eingebunden. Darin drückt sich die Gewissheit aus, dass wir als Menschen vom HERRN bei unserem Namen, der für uns als unverwechselbares Subjekt steht, angesprochen und „ausgelöst“, also erlöst sind.
Wir sind dadurch nicht nur mit dem Schöpfer verbunden, sondern Er auch mit uns. Schließlich wird jedes Kind „auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“ getauft. Der dreifaltige Gott, der uns im Mutterleib gewoben hat, der unser Innerstes kennt (Ps 139), Er ruft uns beim Namen und wir dürfen Ihn beim Namen rufen. Das Christentum teilt die Überzeugung des Judentums: Der HERR kennt uns und liebt uns. Er schenkt uns einen Namen, damit wir uns zu einer eigenständigen Persönlichkeit entwickeln, aber auch auf seinen Ruf antworten und im Zweifel zu Ihm umkehren.
– Fabian Freiseis

Die Entscheidung ist gefallen!

Leider hat es auch diesmal nicht gereicht. Der Jurypreis in der Rubrik Jugend geht an die Evang. Kirchengemeinde Konstanz-Wollmatingen. Dazu gratulieren wir herzlich!
 
Wir bedanken uns noch einmal bei all unseren Unterstützern! #chrismongemeinde2021
 
Hier Informationen zu den Gewinner*innen: https://chrismongemeinde.de/preistraeger
 
 
Das Westkreuz Team
 
 

Familiengottesdienst zum Weltgebetstag!

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Online Petition zur Freigabe der SEA EYE 4

Bild @ SEA-EYE.ORG

Als Bündnispartner von United4Rescue möchten wir auf eine online Petition hinweisen, mit der Bitte diese zu unterstützen. Das vom Trägerverein Gemeinsam Leben e.V. gegründete Bündnis und deren Partner Sea Watch und Sea Eye 2 ermöglichten es, zur Unterstützung der Seenotrettung weitere Schiffe ins Mittelmeer zu schicken. Allein in diesem Jahr ertranken dort schätzungsweise 599 Menschen. Seit einigen Wochen liegt eines der Schiffe in einem italienischen Hafen fest und wird an der Ausfahrt und an möglichen Rettungseinsätzen gehindert. Der Bündnispartner Sea Eye startete nun auf der Kampagnenplattform Change.org eine online Petition, welche die sofortige Freigabe der Sea Eye 4 fordert. 

Vielen Dank für die Unterstützung!

Online Petition: http://chng.it/C57DmzMgSQ

Mehr Infomationen unter: https://sea-eye.org/

Mitmachen!

Am Wochenende des 25./26. Juni 2021 bringen die Künstlerinnen Elisa Ueberschär und Tanja Krone
gemeinsam mit Verleser*innen, Zuhörer*innen, Performer*innen und Passant*innen
30 Stunden lang Texte der Frauenbewegung 89/90 auf dem Leipziger Markt zu Gehör.
30 Stunden lang wird das gesammelte Konvolut an Texten von allen, die da sind,
öffentlich verlesen, angehört, besprochen, kommentiert, diskutiert, verschlungen, gesungen und damit:
in die Welt gebracht.
30 Stunden Raum für Erinnerung,
30 Stunden Resonanzraum für feministische Positionen,
30 Stunden Zeit, gemeinsam Zukunft zu verhandeln.
Das ist wichtig. Das ist lang. Und dafür braucht es Viele.
Deshalb:
Kommt!
Macht mit.
Und: Streut! Streut! Streut!
diesen Aufruf in all Euren Netzen. Auf dass unsere Netze sich vernetzen!
Los geht’s am 25. Juni um 18 Uhr auf dem Leipziger Marktplatz.
Zu Ende ist's am 26. Juni um Mitternacht.
Bringt Tee, Zigaretten und EURE Forderungen.
Oder was es sonst zum Lesen und Leben braucht.
Und schickt eine leere Mail an unseren VERTEILER, wenn Ihr da rein und immer über alles informiert sein wollt.
Direkt kontaktieren könnt Ihr uns hier.
Wir freuen uns sehr!
Eure Verleser*innen der ersten Stunden:
Monika Krajka, Tanja Krone, Elisa Ueberschär, Muriel Zibulla

Neue Pfadfinder-Gruppe!

 

 

 

 

 

 

 

Die Heilandskirche von oben!

Bild bitte anklicken um zu vergrößern/ Foto: J. Hultsch - Drohnenkult

Im Rahmen einer durch uns beauftragten Dachinspektion der Heilandskirche, entstanden fantastische Bilder der Kirche und unseres tollen Stadtteils Plagwitz, Sachsen, Germany. Wir möchten uns dafür beim Team Drohnenkult recht herzlich bedanken!

Mehr Bilder gibt es auf unserer Facebook Seite.

Viel Spaß beim anschauen. 

 

 

Gott liebt Tango!

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Gott liebt Tango!
Tango - Gottesdienst mit dem großartigen Tanzpaar Angela Sallat und Andreas Küttner. Beide ließen Besucher*innen Kommunikation auf hohem Niveau erleben. Nach dem getanzt 1600 Jahre alten Apostolischen Glaubensbekenntnis gab es Beifall. Das Bekenntnis wurde zum getanzten Gespräch im Altarraum und zwischen Gott und den Besuchern, denn
Gott liebt Tango.

Foto: Markus Eckerdt

 

Umbau ab Herbst - Heilandskirche verwandelt sich in Stadtteilzentrum Westkreuz

Bild bitte anklicken um zu vergrößern/ Quelle: LVZ

LVZ Artikel vom 11.06.2021

 

 

 

 

Tango Gottesdienst

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Tango-Gottesdienst in der Heilandskirche 

mit Tangolehrer*in Angela Sallat und Andreas Küttler 

Sonnabend 12. Juni 2021 um 18:00 Uhr 

Ein Gottesdienst zum Zuschauen und gemeinsamen Feierns. Alle sind herzlich willkommen. 

Aufgrund der pandemische Situation wird nur das Tanzpaar tanzen. Der anschließende Workshop wird zu einem andern Zeitpunkt angeboten.

 

 

Neues an der Heilandskirche!

Bild bitte anklicken um zu vergrößern
Mächtig Flatterband am flattern an der Heilandskirche. Das haben wir den Sächsischen Mitmach-Fonds zu verdanken. Die bereitgestellten Projektgelder werden gerade ausgegeben und die Arbeiten dazu befinden sich auf der Zielgeraden. Genauer gesagt beinhaltet dass die Aufwertung des Außenbereichs an der Heilandskirche. Die Fahrradbügel an der Erich-Zeigner- Allee wurden bereits im Dezember 2020 gesetzt und in den letzten Wochen zwei Bänke in den Nieschen installiert. In Anlehnung an die Geschichte der Heilandskirche und des Stadtteils Plagwitz wurden ausschließlich Industriewerkstoffe verbaut. Die Sockel wurden aus Stahlträgern und die Sitzflächen aus ehemaligen Bahnschwellen gefertigt. Das alles umgibt ein Rankgerüst mit Bepflanzung. Für das Konzept und die Umsetzung konnten wir den Fotografen Marcel Mischke gewinnen, bei dem wir uns hiermit für das wie wir finden tolle Ergebnis herzlich bedanken möchten. https://marcelmischke.info
Aktuell finden Pflasterarbeiten statt. Der Gehweg am hinteren Teil der Kirche wird ausgebessert und erhält seinen ursprünglichen Verlauf wieder. Der ehemalige Trampelpfad bzw. die Abkürzung, wurde mit Erde aufgefüllt und in den nächsten Tagen mit Rasensamen versehen. Das Beet am Hintereingang der Heilandskirche, dem Cafè, wurde neu bepflanzt und steht in voller Blüte.
 
Ein großes Dankeschön geht an Sachsen macht mit (Sächsische Mitmach-Fonds) für die Bereitstellung der Projektgelder!
 
Mehr Bilder finden Sie auf unserer Facebook Seite.

Digitale Kinderkirche

Am Montag, den 07. Juni laden wir euch um 17 Uhr zu einem gemeinsamen Treffen ein.

Wir wollen wieder singen, spielen, uns sehen und gemeinsam eine gute Zeit haben.

Gerne könnt ihr den Link auch eine Freundin oder einen Freund weiterleiten, und zur virtuellen KinderKirche einladen.

Hier findet ihr bzw. finden Sie den Link:

Zoom-Meeting beitreten
https://zoom.us/j/99961170591?pwd=MFJhRTFZUFBPTmpEZVJ6QWlRMDRqQT09

Meeting-ID: 999 6117 0591
Kenncode: 756620

Bar-Mizwa #beziehungsweise Firmung/Konfirmation

Eine jüdische Stimme
Im Judentum gelten Mädchen mit 12 und Jungen mit 13 Jahren als erwachsen, das heißt, in der Lage, Verantwortung für das eigene religiöse Leben und für die Erfüllung der Gebote vor Gott und den Menschen zu übernehmen. Von diesem Zeitpunkt an werden sie als „Bar Mitzwah“ bzw. „Bat Mitzwah“, als „Sohn/Tochter der Verpflichtung“, betrachtet und sind selbst verantwortlich für das Halten der Gebote. Erst seit dem Mittelalter begehen Jungen den Beginn dieser neuen Lebensphase mit einer Zeremonie, zu der das Rezitieren der Torah im Gottesdienst, ein Lehrvortrag und das Anlegen der Tefillin (Gebetsriemen) gehören. Von nun an werden sie zum Minjan, also des für bestimmte Gebete und Rituale notwendigen Quorums von zehn Männern, gerechnet. Für Mädchen bildeten sich erst im Verlauf des 20. Jahrhunderts verschiedene Formen heraus, um die Bat Mitzwah zu feiern.
Die Vorbereitungen für die Bar/Bat Mitzwah ziehen sich bei Kindern je nach Vorwissen und Gemeindepraxis über ein bis drei Jahre hin. Im Gottesdienst legen sie zum ersten Mal ihren Tallit an und tragen den Wochenabschnitt der Torah ganz oder teilweise vor, meist in der traditionellen musikalischen Rezitationsweise. Dazu kommt noch die Haftarah, die Prophetenlesung, in Hebräisch oder in der Landessprache. Danach folgt eine kurze Predigt, manchmal wird auch ein Teil des Gottesdienstes vorgebetet. Daran schließt der Kiddusch, ein festlicher Imbiss, in der Gemeinde an und danach wird im privaten Rahmen mit Familie und Freundeskreis weitergefeiert.
 
– Rabbinerin Dr.in Ulrike Offenberg
 
*
 
Eine christliche Stimme
Sowohl Judentum als auch Christentum kennen Rituale des Erwachsenwerdens und Zeichenhandlungen, welche die zivile und religiöse Mündigkeit zum Ausdruck bringen, aber auch die Einladung zum christlichen Zeugnis in der heutigen Welt und zur Mitarbeit in der Gemeinde. In der römisch-katholischen Kirche ist die Firmung das Sakrament der Mündigkeit. Der Bischof verleiht und feiert die Gabe des Geistes unter Gebet und Salbung bzw. Handauflegung. Die Firmanden empfangen Gottes Geist. Sie erwidern den Friedensgruß und sind bereit, sich selbst mit ihren Charismen in den Dienst der Menschen zu stellen. Die Firmpat*innen unterstützen sie dabei, was sie mit der Hand auf der Schulter der Jugendlichen signalisieren.
In der Evangelischen Kirche bekräftigen junge Menschen ihre Aufnahme in die christliche Gemeinde, die zuvor mit der Taufe, meist im Säuglingsalter, geschehen ist. In der Konfirmanden-Zeit lernen die jungen Menschen die Grundlagen des christlichen Glaubens kennen, üben sich in christlicher Spiritualität ein und engagieren sich im Gemeindekontext. Nach dem Fest der Konfirmation sind sie eingeladen, ihren Weg des Glaubens in der Gemeinschaft anderer Christinnen und Christen weiter zu gehen und sich mit ihren Gaben und Fähigkeiten in der Gemeinde einzubringen.
 
– Prof. Dr. Stephan Leimgruber

Vorstellungsgottesdienst in Leipzig-Knauthain

 

 

 

 

 

 

 

 

Zoom – Familien Pfingstgottesdienst!

Wir wollen wieder miteinander einen digitalen Gottesdienst feiern. Herzliche Einladung an alle Kinder und Erwachsene, Familien, Freunde und ..... .
Wir wollen die Frage beantworten „Was ist Pfingsten?“, miteinander Taufgedächtnis feiern, beten und natürlich singen. Wie immer gibt es den ZOOM-Zugang nach Anmeldung.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Schalom – Solidarität mit Jüdinnen und Juden in Leipzig

Aufruf zur Kundgebung am 21. Mai 2021 um 18.00 Uhr
Sie leben unter uns – Menschen jüdischen Glaubens. Wir sind froh und dankbar, dass sich in unserer Stadt nach dem Verbrechen des Holocaust in der Zeit des Nationalsozialismus und seit der Friedlichen Revolution 1989 jüdisches Leben neu entwickelt hat. Wir bejahen die religiöse Vielfalt in der Stadtgesellschaft. Umso erschrockener sind wir darüber, dass mitten unter uns immer wieder Judenhass ausbricht.
Leider müssen wir feststellen: Antisemitismus ist nicht Vergangenheit. Gesellschaftliche Probleme auf ein „Weltjudentum“ abzuwälzen, Juden für eine angebliche „Weltverschwörung“ verantwortlich zu machen und daraus gewalttätige Judenfeindlichkeit abzuleiten – das richtet mitten unter uns großen Schaden an. Das Leben von Menschen jüdischen Glaubens zu bedrohen, Synagogen zu beschädigen und diese Gewalt mit der Politik der Regierung von Israel zu rechtfertigen, ist unerträglich. All das bedroht das friedliche Zusammenleben in unserer Stadt und ruft unseren entschiedenen Widerstand auf den Plan.
Lasst uns ein deutliches Zeichen der Solidarität mit jüdischen Bürgerinnen und Bürgern, der Israelitischen Religionsgemeinde und ihren Einrichtungen setzen. Lasst uns eintreten für Toleranz, Gewaltfreiheit und Menschenrechte.
 
Darum rufen wir auf zur Kundgebung am Freitag, 21. Mai 2021, um 18.00 Uhr
vor dem Haupteingang des Neuen Rathaus, Martin-Luther-Ring
 
Es werden sprechen:
Oberbürgermeister Burkhard Jung – Küf Kaufmann, Vorsitzender der Israelitischen Religionsgemeinde – Dorothea Arndt, stellvertretende Superintendentin – u.a.
 
Es rufen auf:
Oberbürgermeister Burkhard Jung
Ev.-Luth. Kirchenbezirk Leipzig, Superintendent Sebastian Feydt und Pfarrerin Dorothea Arndt
Katholische Propstei St. Trinitatis, Propst Gregor Giele
Förderverein Synagoge und Begegnungszentrum Leipzig e.V., Gisela Kallenbach
Vorsitzende – Städtepartnerschaft Leipzig–Herzliya e.V., Christopher Zenker, Vorsitzender
Jüdisch-christliche Arbeitsgemeinschaft, Dr. Timotheus Arndt, Vorsitzender Christian Wolff, Pfarrer i.R.

Drohnenbefliegung der Heilandskirche

Bild bitte anklicken um zu vergrößern

Am Montag, den 10.05.21, fand durch die Fa. Drohnenkult eine Befliegung der Heilandskirche statt. Dabei sind aus ca. 120 m Höhe beeindruckende Fotos und Videos entstanden. Die Ergebnisse gibt es dann bald hier zu sehen.

Sie dürfen gespannt sein!

 

 

Gottesdienst zu Himmelfahrt in TABOR!

Bitte Bild anklicken um zu vergrößern

Wir feiern Gottesdienst zum Gedenken an den 100. Geburtstag von Sophie Scholl.
Wir erinnern an sie und ihren Glauben, schauen zurück auf die "Weiße Rose" und suchen nach Antworten für die Gegenwart. #sophiescholl #WeisseRose 

Wann: Himmelfahrt - 13.05.2021, 09.30 Uhr
Wo: Taborkirche

 

 

 

 

Tag der Befreiung

Grafik: STZ
Vor 76 Jahren endete der furchtbare Zweite Weltkrieg und eine tyrannische Gewaltherrschaft, die die Welt in Not, Angst und Schrecken stürzte. Verursacht von einer menschenverachtenden Ideologie, die besonders von Deutschen Nazionalsozialsten propagiert wurde. Auch die Kirchen haben in dieser Zeit Schuld auf sich geladen. Dies ist für uns heute Grund genug, keinen Schlussstrich zu ziehen, sondern zu mahnen und zu erinnern, was Menschen einander antun können, wenn Menschenwürde und Nächstenliebe nicht im Gewissen der Völker tief verankert sind. Die Gefahr von Rassismus und Gewalt, Ausgrenzung und Verfolgung ist gegenwärtig. Wir dürfen dazu nicht schweigen, weil wir alle eine Verantwortung für das Leben haben.
Die Kirchgemeinde Lindenau-Plagwitz steht für Toleranz und Menschenwürde.
 
Wir wünschen Ihnen eine Zukunft in Frieden.

kreuz & quer #6 - Neue Folge online!

#6 - Kleinod im Leipziger Westen - Stadtteilzentrum Westkreuz von Kirchen im Leipziger Westen an auf #SoundCloud https://soundcloud.app.goo.gl/Romb7 und unseren anderen Kanälen.
 
In unser 6. Folge geht es dieses mal um das Stadtteilzentrum Westkreuz. Wir erklären worum es uns geht, wie wir das erreichen wollen und was unsere Pläne für die Zukunft sind.
 
Viel Spaß beim hören!
 
 

Gottesdienst zum Thema Diakonie am 09.05.2021!

Gottesdienst zum Thema DIAKONIE gestaltet von Konfirmandinnen und Konfirmanden der 7. Klasse. 
Dazu laden wir Sie am 09.05.2021 um 09.30 Uhr auf das Freigelände/Wiese der KiTa herzlich ein.

 

 

 

 

 

 

#beziehungsweise - Umkehren zum Leben

Eine jüdische Stimme-
 
Antisemitismus hatte und hat mörderische Folgen, und selbst seine „milderen“ Varianten vergiften das Leben. Die religiös, rassisch oder politisch begründete Abwertung des Judentums fordert die jüdische Gemeinschaft zu allen Zeiten zu Antworten heraus. Manche Jüdinnen und Juden versuchten den Demütigungen zu entgehen, indem sie möglichst wenig als solche erkennbar sind und sich an die Umgebung assimilieren. Am anderen Ende des Spektrums finden sich jene, die diese Bemühungen als aussichtslos verwarfen und die Errichtung eines eigenen Gemeinwesens erstrebten, in dem Judenhass keine Chance mehr haben würde.
Jüdische Gegenwehr äußerte sich auch in vielfältigen Formen von Aufklärung, Apologetik und Entkräftung antisemitischer Anwürfe. Der Verunsicherung von außen wurde Stolz auf die eigene Kultur, Religion und Geschichte entgegengesetzt. Nur wenige ließen sich beeindrucken von christlichen Missionierungsversuchen, gleich ob sie als Zwang oder in vermeintlicher Liebe vorgetragen wurden.
 
– Rabbinerin Dr.in Ulrike Offenberg
 
Eine christliche Stimme-
 
„Der Antisemitismus hat …. seinen Sitz …. in einem bösen Herzen.“
Peter von der Osten-Sacken
 
Das vorangestellte Zitat eines der Großen im jüdisch-christlichen Dialog verweist darauf, dass es sich hier um eine theologisch begründete Reflexion zum Antisemitismus handelt. Es geht mithin nicht um die gesellschaftlich-politische Analyse des Antisemitismus, der in den letzten Jahren auch in Deutschland immer unverhohlener seine Fratze zeigt und Jüdinnen und Juden existentiell und damit die gesamte demokratische Kultur und Gesellschaft bedroht. Diesen Antisemitismus zu bekämpfen ist Aufgabe dieser Gesellschaft, und zwar nicht nur aus Verantwortung vor der Geschichte und aus Solidarität, sondern auch aus der Einsicht, dass da, wo er obsiegt, keine menschenwürdige Existenz mehr möglich ist.
Die anders fundierte Rede vom Antisemitismus unterscheidet sich nicht zuletzt dadurch, dass ihr die distanzierte abstrakte Redeform nur begrenzt möglich ist. Gewiss ist es durchführbar, den Antisemitismus als ein Phänomen der Kirchengeschichte zu beschreiben, das je unterschiedlich Theologie und Kirche beeinflusste, aber selbst in diesem Kontext kann nicht davon abgesehen werden, dass Sünde getan wird, es also Akteure der Sünde gibt. Wenn man vom Antisemitismus spricht, kann man von den Antisemiten nicht schweigen. Ihre Haltung und Tun müssen als Sünde benannt werden, weil sie eine Verneinung der Anderen leben, biblisch gesprochen: sie hassen. Sie können sich einreden, ihr Hass wäre beschränkt auf bestimmte Menschen, aber der Antisemitismus ist eine Sünde, die den Menschen zur Gänze erfasst. Es gibt keine guten Antisemiten. Dann noch zu meinen, man könne an den einen wahren Gott glauben, ist nicht einsichtiger als das Reden Kains.
 
– Univ.-Prof. Dr. Rainer Kampling, Geschäftsführender Direktor • Biblische Theologie/NT

Gottesdienst im Freien!

Gottesdienst im Freien zum Thema DIAKONIE - 
Gestaltet von Konfirmandinnen und Konfirmanden der 7. Klasse. 

 

 

 

 

 

 

Wir bauen für Sie das Stadtteilzentrum Westkreuz!

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Sie können Teil dieses einmaligen Prozesses sein. Mit Ihnen wollen wir durch Begegnungen, Kultur und Spiritualität mitten im Leipziger Westen Zeichen setzen. Die Heilandskirche bietet das Zuhause, weckt mit ihrem Industriecharme die Fantasie vieler Kulturschaffender, lädt ein zu Familienfesten und eröffnet mit ihrem wundervollen Licht eine Weite geistlichen Lebens. Das ist unser Beitrag, um das Miteinander zu stärken. 

Baustart: 2021 
Kosten: 1,2 Millionen Euro
Es fehlen noch 300.000 Euro. Jeder Euro zählt und wir zählen auf Sie. 

Unterstützen Sie uns mit Ihrer Spende und werden Sie Stifter*in für das Westkreuz. 
Wenn der Bau fertig und die Pandemie überstanden ist, feiern wir mit Ihnen das Stifterfest. 

Vielen Dank!

 

Kontoinhaber:              Ev.-Luth. Kirchenbezirk Leipzig
Bankinstitut:                KD-Bank
IBAN:                           DE71 3506 0190 1620 4790 78
Verwendungszweck:     Ausbau Stadtteilzentrum RT 1917

Leipzig gedenkt der Opfer der Corona-Pandemie

Unter dem Motto „Zeit zur Klage, Raum für Hoffnung“ steht eine gemeinsame Veranstaltung der Stadt Leipzig, der Kirchen und Religionsgemeinschaften im Gedenken an die Opfer der Corona-Pandemie am 18. April. Die Veranstaltung in der Nikolaikirche wird ab 17 Uhr live auf www.leipzig.de und www.Kirche-Leipzig.de übertragen.

„Selbst im Gedenken kommen wir an den Einschränkungen, die uns die Pandemie auferlegt, nicht vorbei. Aber gerade deshalb möchte ich alle Leipzigerinnen und Leipziger sehr herzlich einladen, per Livestream in der Nikolaikirche dabei zu sein, um den Worten von persönlich Betroffenen zu folgen, die Musik zu hören und innezuhalten.“, betont Oberbürgermeister Burkhard Jung. „Lassen Sie uns ge- meinsam, den Hinterbliebenen Trost spenden, uns gegenseitig Mut zusprechen und Dank sagen.“

Das Leid, das viele Menschen durch die Pandemie und ihre Folgen erfahren, hat auch in Leipzig ganz verschiedene Gesichter. Seit Beginn der Pandemie sind 473 Menschen in Leipzig an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Viele von ihnen haben ihre letzten Stunden isoliert im Krankenhaus ver- bracht. Sie hinterlassen trauernde Familien, Angehörige und Freunde. Durch die Ansteckungsgefahr und die damit verbundenen Kontaktbeschränkungen ist es schwer, der Trauer angemessen Ausdruck zu verleihen und fast unmöglich zusammenzurücken, einander beizustehen und zu trösten.

Deshalb rufen Oberbürgermeister Jung, Superintendent Sebastian Feydt und Propst Gregor Giele am Sonntag auch dazu auf, an der von Bundespräsident Steinmeier angeregten Aktion „#Lichtfenster“ teilzunehmen und als Zeichen der Anteilnahme und Verbundenheit in der Krise gut sichtbar eine Kerze in das Fenster zu stellen. „Wir wollen die Lichter gemeinsam zum Livestream im Gedenkgottes- dienst anzünden und anschließend als Zeichen der Hoffnung und Verbundenheit aufstellen. Das kann im Fenster oder auch durch Bilder von Kerzen unter dem Hashtag #Lichtfenster in den Sozialen Netz- werken geschehen“, so Superintendent Feydt.

Das Gedenken für die Opfer der Corona-Pandemie ist Teil eines Bundesweiten Gedenkens an die Opfer der Coronakrise. „Es ist wichtig, dass wir den Blick auch auf unsere Stadt richten, damit wir nicht vergessen, dass hinter den Infektions- und Todeszahlen Menschen stehen, die Mitbürgerinnen und Mitbürger unserer Stadt, Nachbarn, Kollegen, Freunde oder Verwandte sind.“, so Propst Giele. +++

Absage BELLS ECHO IV.I

Liebe Freundinnen und Freunde,
was sich über die vergangenen Wochen langsam anbahnte, ist nun traurige Gewissheit: Wir müssen BELLS ECHO IV.I am 07. Mai 2021 leider absagen. Auch wenn sich die pandemische Situation als Grundlage dieser Entscheidung festmachen lässt, ergaben sich daraus jüngst diverse konkrete Probleme, welche dazu führten, die Vorbereitungen der Veranstaltung einzustellen.Zum einen ist davon auszugehen, dass öffentliche Veranstaltungen in knapp vier Wochen noch nicht erlaubt sein werden. Zum anderen, wären da die strengen Infektionsschutzmaßnahmen. Diese beschränken nicht nur die Größe des Publikums so sehr, dass wir durch die Ticketeinnahmen die Produktionskosten nicht decken können, sondern sehen auch regelmäßige Lüftungspausen vor, welche die Programmgestaltung extrem verkomplizieren. Außerdem müsste auf Gesang und Bläser verzichtet werden, womit unser geplantes Programm ebenfalls so nicht durchzuführen gewesen wäre. Des Weiteren ist derzeit noch unsicher, ob es geladenen Künstlerinnen und Künstlern möglich wäre, nach Leipzig zu reisen. Ähnlich verhält es sich mit den Probenmöglichkeiten, welche zwar aufgrund verfügbarer Tests nun eher realisierbar scheinen, durch die kostenintensiven Schnelltests jedoch an eingangs erwähntem Problem der Finanzierbarkeit scheitern.Zwar besteht die Möglichkeit, dass sich innerhalb der nächsten Wochen schlagartig alles zum Guten wendet, jedoch mussten wir uns aufgrund der Planungssicherheit und zum Wohle des Fortbestehens der Veranstaltungsreihe schweren Herzens dazu entscheiden, für dieses Jahr noch einmal zu pausieren. Dafür sind wir bereits seit Herbst vergangenen Jahres in den Vorbereitungen von BELLS ECHO V, welches im nächsten Jahr stattfinden wird – eine Veranstaltung, mit der wir einen großen Schritt wagen wollen.
Bis dahin bitten wir um Geduld und Verständnis. Die Tickets können bei den jeweiligen Ticketseiten zurück gegeben werden.
 
Bleibt gesund, euer Team von BELLS ECHO

#beziehungsweise - Freude am Erwachsenwerden: Bar-Mizwa beziehungsweise Firmung/ Konfirmation.

Eine jüdische Stimme-
Im Judentum gelten Mädchen mit 12 und Jungen mit 13 Jahren als erwachsen, das heißt, in der Lage, Verantwortung für das eigene religiöse Leben und für die Erfüllung der Gebote vor Gott und den Menschen zu übernehmen. Von diesem Zeitpunkt an werden sie als „Bar Mitzwah“ bzw. „Bat Mitzwah“, als „Sohn/Tochter der Verpflichtung“, betrachtet und sind selbst verantwortlich für das Halten der Gebote. Erst seit dem Mittelalter begehen Jungen den Beginn dieser neuen Lebensphase mit einer Zeremonie, zu der das Rezitieren der Torah im Gottesdienst, ein Lehrvortrag und das Anlegen der Tefillin (Gebetsriemen) gehören. Von nun an werden sie zum Minjan, also des für bestimmte Gebete und Rituale notwendigen Quorums von zehn Männern, gerechnet. Für Mädchen bildeten sich erst im Verlauf des 20. Jahrhunderts verschiedene Formen heraus, um die Bat Mitzwah zu feiern.
Die Vorbereitungen für die Bar/Bat Mitzwah ziehen sich bei Kindern je nach Vorwissen und Gemeindepraxis über ein bis drei Jahre hin. Im Gottesdienst legen sie zum ersten Mal ihren Tallit an und tragen den Wochenabschnitt der Torah ganz oder teilweise vor, meist in der traditionellen musikalischen Rezitationsweise. Dazu kommt noch die Haftarah, die Prophetenlesung, in Hebräisch oder in der Landessprache. Danach folgt eine kurze Predigt, manchmal wird auch ein Teil des Gottesdienstes vorgebetet. Daran schließt der Kiddusch, ein festlicher Imbiss, in der Gemeinde an und danach wird im privaten Rahmen mit Familie und Freundeskreis weitergefeiert.
 
Rabbinerin Dr.in Ulrike Offenberg
 
*
 
Eine christliche Stimme-
Sowohl Judentum als auch Christentum kennen Rituale des Erwachsenwerdens und Zeichenhandlungen, welche die zivile und religiöse Mündigkeit zum Ausdruck bringen, aber auch die Einladung zum christlichen Zeugnis in der heutigen Welt und zur Mitarbeit in der Gemeinde. In der römisch-katholischen Kirche ist die Firmung das Sakrament der Mündigkeit. Der Bischof verleiht und feiert die Gabe des Geistes unter Gebet und Salbung bzw. Handauflegung. Die Firmanden empfangen Gottes Geist. Sie erwidern den Friedensgruß und sind bereit, sich selbst mit ihren Charismen in den Dienst der Menschen zu stellen. Die Firmpat*innen unterstützen sie dabei, was sie mit der Hand auf der Schulter der Jugendlichen signalisieren.
In der Evangelischen Kirche bekräftigen junge Menschen ihre Aufnahme in die christliche Gemeinde, die zuvor mit der Taufe, meist im Säuglingsalter, geschehen ist. In der Konfirmanden-Zeit lernen die jungen Menschen die Grundlagen des christlichen Glaubens kennen, üben sich in christlicher Spiritualität ein und engagieren sich im Gemeindekontext. Nach dem Fest der Konfirmation sind sie eingeladen, ihren Weg des Glaubens in der Gemeinschaft anderer Christinnen und Christen weiter zu gehen und sich mit ihren Gaben und Fähigkeiten in der Gemeinde einzubringen.
 
Prof. Dr. Stephan Leimgruber

OSTERN 2021

Foto: pixabay
Es sind schwierige Zeiten, in denen Entscheidungen getroffen werden müssen. Schon über ein Jahr ist uns Alltäglich-Liebgewonnenes fraglich geworden. Es gilt abzuwägen, zu prüfen, festzulegen und dann zu handeln.

Als Gemeinden im Leipziger Südwesten haben wir uns entschieden, wegen des zunehmenden Gesundheitsrisikos durch die Mutation des COVID-19-Virus und aus Solidarität mit den Institutionen aus Gesellschaft und Kultur alle Veranstaltungen und Gottesdienste an Ostern abzusagen. Wir wissen, dass diesemVorgehenauch andere gewichtige Gründe entgegen stehen. Gründe, denen wir nur allzugern gefolgt wären. Wir hätten gern Gottesdienste gefeiert, um der Tiefe des Lebens nachzuspüren und uns in die Höhen des Lebens tragen zu lassen, denn es ist ja wirklich eine Freude, dass das Leben über den Tod siegt.

Trotz allem bleibt aber diese Botschaft. Trotz allem bleibt dieser Inhalt, auch wenn der Rahmen dieses Jahr ein anderer sein muss. Für die eigene Besinnung und das Gebet werden die Kirchen im Leipziger Südwesten offenstehen. Die Zeiten entnehmen Sie bitte den Aushängen.

Herzlich grüßen Sie die Kirchgemeinden des Leipziger Südwestens und wünschen trotz allem Gottes Segen und ein frohes Osterfest!

Westkreuz

Foto: Facebook
Westkreuz
kann eine Autobahnkreuzung, Titel eines Songs oder eine Haltestellenbeschreibung sein. 
Für uns ist es Begegnung, Kultur und Spiritualität mitten im Leipziger Westen. Die Heilandskirche bietet das Zuhause, weckt mit ihrem Industriecharme die Fantasie vieler Kulturschaffender und eröffnet mit ihrem einzigartigen Licht eine wundervolle Weite geistlichen Lebens. Westkreuz – das ist der Name des Stadtteilzentrums in der Heilandskirche.
Ab April tritt das Westkreuz mit einem eigenen Logo auf. 
 

PESSACH beziehungsweise OSTERN

Eine jüdische Stimme
Pessach feiert den Auszug Israels aus der Sklaverei Ägyptens. In Erinnerung an diesen Befreiungsakt Gottes wird eine Woche lang ein Fest begangen, das bei religiösen wie bei säkularen Juden so tief verankert ist wie wohl kein anderer jüdischer Feiertag. Während der Pessachwoche werden alle Getreideprodukte aus dem Haushalt verbannt und an deren Stelle das „Ungesäuerte Brot“, die Matzah, und aus Matzemehl hergestellte Teigwaren gegessen.
Ein zentrales Gebot des Festes lautet, den Kindern von Auszug und Befreiung zu erzählen, um auch ihnen diese Identifikation mit der Geschichte Israels zu ermöglichen.
So beginnt das einwöchige Pessachfest mit dem Sederabend: Familie und Freunde oder auch die Gemeindemitglieder versammeln sich zu einem Festmahl, das einer bestimmten Ordnung („Seder“) folgt. Im Zentrum steht das gemeinsame Lesen der Haggadah, der mit Kommentaren, Psalmen und Liedern angereicherten Erzählung vom Auszug aus Ägypten. Dazu werden symbolische Speisen verzehrt, die die Bitternis der Sklaverei verdeutlichen sollen. Dieses Ritual richtet sich an Kinder und Erwachsene gleichermaßen, denn jede/r ist aufgefordert, sich als Teil dieser Geschichte zu erleben und sie sich zueigen zu machen.
 
//Rabbinerin Dr.in Ulrike Offenberg
 
Eine christliche Stimme
Die Beziehung zwischen Pessach und Ostern lädt zum Nachdenken über die Beziehung von Judentum und Christentum ein. Die beiden Feste finden ungefähr zur selben Zeit (wenn auch nicht am selben Tag) statt. Sie thematisieren Befreiung.
Dabei ist es interessant, wie wenig dem Judentum und Christentum gemeinsame Themen in den Gottesdiensten vorkommen. Die Kerntexte der Synagogenliturgie (Ex 12,21– 51; Jos 3,5–7; 5,2–6,1.27) und der Haggada (Jos 24,2–4; Dtn 6,21; 26,5–8) spielen keine Rolle zu Ostern.
Darin zeigt sich, dass die Feiern der österlichen Tage einer anderen Erzählung folgen als das biblische und das spätere jüdische Pessach. Sie bilden die im Neuen Testament erzählte Geschichte vom Einzug in Jerusalem (Palmsonntag) zum letzten Abendmahl, zur Fußwaschung und dem Gebet am Ölberg (Gründonnerstag), zu Leiden, Tod und Begräbnis (Karfreitag) und schließlich zur Auferstehung Jesu (Karsamstag und Ostersonntag) ab. Die christliche Gemeinde erlebt die letzten Tage Jesu – nicht den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten.
 
//Prof. Dr. Clemens Leonhard
 

Heilandskirche im Handy

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Ein wunderbarer Artikel aus der letzten Ausgabe von DER SONNTAG - Wochenzeitung für die Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens. 
Im Interview Franziska Görmar (KV, Team WESTKREUZ), die interessantes über die Kirchen App, den digitalen Kirchenführer zu berichten hat. #dersonntag
Quelle: Der Sonntag
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Neue Folge online!

#5 „jüdisch #beziehungsweise christlich“ - näher als du denkst 
Die fünfte Folge kreuz & quer ist ein jüdisch-christlicher Dialog. Passend zum Monat Februar geht es um das Purim-Fest und den Karneval! Was verbindet uns und wo unterscheiden wir uns? Was sind gemeinsame wichtige Impulse für die Gegenwart? In Zeiten von stärker werdendem Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit ist es gut sich kennenzulernen, Gemeinsamkeiten sehen und Unterschiede als Bereicherung zu erleben.
Im Gespräch: Rabbinerin Esther Jonas-Märtin und Pfarrerin Angela Langner-Stephan
Und zum Lehrhaus: https://www.etzchaim.de/
Viel Spaß beim hören.
 
Hier geht's zum Podcast: 

#beziehungsweise

Wir freuen uns sehr über die Kampagne #beziehungsweise und die Mitwirkung der Evangelischen Landeskirche Sachsen.

Martin Kohlstedt zu Gast in der Heilandskirche

Zu Aufnahmen eines Videos durften wir Martin Kohlstedt und Mitglieder des Gewandhausorchesters
in der Heilandskirche begrüßen. Das Ergebnis ist fantastisch wie wir finden.
*
The current events weigh heavily on all of us and occupy a lot of space in our minds – but still I think I've never come this close to actually reflect about these strange times in my music till now. This feeling of us standing in a vast void, each on their own and still there's something that connects us. Oscillating between two poles; being a part of something bigger or acting exclusively for ourselves. NOX tries to convey this scepticism about what actually remains of this solitude on our subconscious, the remnants of being thrown back on ourselves for a little too long.

Played live and completely improvised with Gregor Meyer and seven of his great singers from the renowned GewandhausChoir at the beautiful Heilandskirche in Leipzig, Germany. This one-take was filmed by Lena Tabea Matthias on an Iphone. The original piece NOX is taken from Martin Kohlstedt's album FLUR.

If you want to be part of this personal journey you can watch, feel and listen to FLUR right here: https://martinkohlstedt.com/flur/

Die Kirchen-App der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)

Foto: EKD

Wir sind die 1. in Sachsen. Schaut rein, eine schöne Sache wie wir finden und bald gibt es noch ein Video!

Mit Computer, Tablet oder Smartphone Kirchen entdecken - die Kirchen-App der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)

Mit der Kirchen-App erfahren Interessierte viel Wissenswertes über die jeweiligen Kirchen. Neben einer Umkreissuche, neben Adressen, Kontakten, Öffnungs- und Gottesdienstzeiten werden zu vielen Kirchen auch Hintergrundinformationen geboten. So können Besucher/innen in die Baugeschichte eintauchen oder Besonderheiten des Raumes kennenlernen. Einige Kirchen lassen sich zusätzlich über einen Audioguide erkunden. Einzelne Stationen im Kirchenraum werden dabei kunsthistorisch und theologisch erschlossen.

Die Kirchen-App bietet allen Beteiligten Vorteile: Besucher/innen können mit dem ihnen vertrauten Smartphone Kirchen erkunden, Kirchengemeinden müssen hierfür keine eigenen technischen Lösungen vorhalten.

Hier gehts zum Link:
https://ekd.kirchenlandkarte.de/Multimedia/

 

Wir Gedenken Georg Jacob Lilienthal!

Foto: Auszug/ Taufbuch Ev.-Luth. Kirchgemeinde Leipzig-Lindenau-Plagwitz

Gedenken an den 76. Todestag unseres ehemaligen Gemeindegliedes Georg Jacob Lilienthal!

Wir Gedenken unseres ehemaligen Gemeindegliedes und Putzpaten Georg Jacob Lilienthal, der aufgrund schwerster Haft-und Arbeitsbedingungen als Zwangsarbeitleistender und „Sonder-Dienstverpflichteter" bei der nationalsozialistischen "Organisation Todt", kurz vor Kriegsende am 5. Februar 1945 in Osterode im Harz ums Leben kam. #NieWieder #WeRemember 

Hier Einblick in sein Leben: 
Georg Jacob Lilienthal wurde am 14. Januar 1897 in Leipzig-Plagwitz als Sohn des jüdischen Kaufmanns Jacob Lilienthal und seiner nichtjüdischen Ehefrau Anna Lilienthal, geb. Kannitzky, geboren. Er wurde getauft (Heilandskirche) und verfügte insofern über ein evangelisch-lutherisches Glaubensbekenntnis. Sein Vater verstarb früh im Alter von nur 40 Jahren am 13. Oktober 1896. Georg Lilienthal absolvierte nach seinem Schulabschluss eine Lehre im Bankfach. Er diente im I. Weltkrieg. Ab 1936 arbeitete er als Handelsvertreter bzw. Handelsmakler mit Inkassovollmacht u.a. für die Leipziger Fa. Rau & Hempel für verschiedene Industrie- und Lebensmittelprodukte. In der Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft wurde Georg Lilienthal als "Halbjude" mit einem Heiratsverbot mit seiner "arischen" Verlobten belegt.
Georg Lilienthal wohnte zunächst möbliert in der Langen Straße 35, damals Leipzig C 1. Beim Bombenangriff auf Leipzig vom 03./04. Dezember 1943 wurde seine Wohnung zerstört. Die Familie seines Schwagers und seiner Halbschwester Eva nahm ihn in ihrer Wohnung in der damaligen Helfferichstraße 51 b, heute Käthe-Kollwitz-Straße 109, auf. Am 1. August 1944 erhielt er vom Arbeitsamt Leipzig "bis auf weiteres" eine Verpflichtung zur Zwangsarbeit als "Sonder-Dienstverpflichteter" bei der nationalsozialistischen "Organisation Todt" in Osterode im Harz.
In Osterode musste er trotz seiner langjährigen schweren Magenkrankheit Zwangsarbeit als "OT-Hilfsarbeiter" im Steinbruch der Fa. Stöhr leisten. Das Lager der "Organisation Todt" Osterode im Harz war ein so genanntes Schwerhaftlager, in das u.a. Menschen aus der Stadt Leipzig deportiert wurden, die von den Nazis angesichts jüdischer Vorfahren als "Mischlinge" eingestuft worden waren.
Von der Poststelle der "Organisation Todt" überwacht, verlieh Georg Lilienthal in einem Brief an seine Leipziger Verwandten am 18. Dezember 1944 seiner Hoffnung Ausdruck, dass das Weihnachtsfest 1944 das letzte Weihnachtsfest im Krieg sein möge.
Bei einem Besuch in Osterode, bei dem nur ein kurzes Gespräch am Lagerzaun gestattet war, fand ihn seine Halbschwester Eva bereits schwer erkrankt vor. Als "Simulant" beschimpft, wurde Georg Lilienthal schließlich in das Krankenhaus in Osterode eingeliefert, wo er am 5. Februar 1945 starb. Seiner Halbschwester wurde die erforderliche Reiseerlaubnis zur Bestattung verweigert.

Georg Lilienthal war 48 Jahre alt.

Weitere Informationen unter: https://stolpersteine-guide.de/map/biografie/763/lilienthal-georg

Quelle: Ines und Dr. Günter Schmidt, AG Stolpersteine Leipzig

Kirche ins Licht - Liturgisch Grün! Für was steht die Farbe?

Seit gestern ist die Weihnachtszeit offiziell beendet. Deshalb strahlt die Heilandskirche in einem neuen Licht. Da wir die Kirche in den liturgischen Farben beleuchten, ist nun die Farbe Grün dran.
 
Für was steht die Farbe?
 
Grün ist unter den liturgischen Farben die Einfachste und zugleich Elementarste. Sie ist die Farbe der gewöhnlichen Sonntage, das heißt, der Sonntage, die keine besonderen Feiertage sind, in denen keine Gedenkgottesdienste gehalten werden. Grün ist die Symbolfarbe des Lebens, des Wachstums, der Hoffnung und der Zuversicht – im übertragenen Sinn auch des Wachstums der Gemeinde. (https://www.diako-dresden.de/.../farben-des-kirchenjahres/)
Ab Aschermittwoch gibt es eine neue Farbe.

Kultur und Information an der Kirche während des Umbaus 2021!

Foto: Ev.-Luth. Kirchgemeinde Leipzig-Lindenau-Plagwitz
Kultur und Information an der Kirche während des Umbaus 2021!
Über den Zeitraum des Baugeschehens hinweg, wird das Stadtteilzentrum WESTKREUZ per Bautagebuch mit Videos, Fotos sowie „Geschichten übern Bauzaun“ die Außenwelt mit Informationen über den Fortschritt der Baumaßnahmen versorgen. Ein zentraler Punkt soll eine kleine Bühne sowie ein Bauwagen, unsere Infohütte, auf der Grünfläche an der Kirche werden.
So es die Situation erlaubt, werden dort kleine Kultur- und Infoveranstaltungen wie Straßenkino- und Theater, Konzerte und verschiedenste Aktionen stattfinden. Darüber hinaus möchten wir Interessierten Führungen über die Baustelle anbieten, begleitet von den Architekten. Darauf freuen wir uns sehr und laden dazu recht herzlich ein!
 

Preisverleihung für die Logoentwürfe WESTKREUZ am 28.01.21!

1. Platz Jördis Meinert (Logo rechts)
Preisverleihung für die Logoentwürfe am 28.01.21 im Unterdeck der Heilandskirche!
Ein Logo für das Westkreuz ist geboren. Mit Schülerinnen und Schülern der Leipzig School Of Design und der Agentur Herz aus Gold/ https://www.herzausgold.design, entwickelten wir in einem Prozess die Grundlagen für ein Logo.
Junge Menschen erspüren, was das Stadtteilzentrum Westkreuz ist: Ein offener, toleranter und menschenfreundlicher Ort. Ein Haus der Spiritualität, der Kultur und der Begegnung.
 
Bei der Preisverleihung im Unterdeck würdigten wir die Preisträger*innen für ihr engagierte Arbeit.
Wir sind gespannt und neugierig, wie der Prozess weitergeht.
 
Für den 3. und 2. Platz war ein Preisgeld in Höhe von jeweils 250,00€ und für den/die Gewiner*inn den 1. Platz, in Höhe von 500,00€ ausgelobt.
 
Wir bedanken uns bei...
 
1. Platz Jördis Meinert
2. Marn Linn Brattinga
3. Quentin An Do (Sieger beim Publikumsvoting)

Wir unterstützen das Aktionsbündnis United4Rescue!

JETZT MITMACHEN!

Machen Sie mit beim Aktionsbündnis United4Rescue - Gemeinsam Retten. Wir sind der festen Überzeugung, je mehr Menschen und Organisationen sich gemeinsam für Seenotrettung einsetzen, desto eher kann die Katastrophe beendet werden. Wir dürfen uns an das tausendfache Sterben im Mittelmeer nicht gewöhnen oder es gar zum zynischen Kalkül machen, so groß die politische Aufgabe auch sein mag. Das Bündnis United4Rescue soll ein Zeichen der Menschlichkeit aus der Mitte der Gesellschaft sein. Wir machen als offene Plattform sichtbar, dass es eine Mehrheit für Humanität und Menschenrechte gibt. Ob Sportverein, Unternehmen, Kirchengemeinde, Schule, Kultureinrichtung oder ehrenamtliche Initiative – jede Organisation kann als Bündnispartner mitmachen! Wir wollen eine starke gesellschaftliche Allianz, die deutlich macht: Das Recht auf Leben ist nicht verhandelbar und Seenotrettung humanitäre Pflicht Aber auch als Einzelperson können sie uns unterstützen, als Einzelspender oder Fördermitglied, oder mit einer Aktion in Ihrem Bekanntenkreis. Auf dieser Seite finden Sie alle Materialien, die sie brauchen um in Ihrer Nachbarschaft, Gemeinde, Schule oder Familie für das Bündnis zu werben. Sie haben Interesse an Werbematerialien? Schreiben Sie uns: mitmachen@united4rescue.com

Weitere Informationen unter: https://www.united4rescue.com

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Heilandskirche Kirchgemeinde Lindenau-Plagwitz